In Deutschland zeichnet sich ein deutlicher Trend ab: Immer mehr Menschen legen sich kleine Solar-Anlagen für Ihre Balkone zu, sogenannte Balkonkraftwerke. Während im Jahr 2022 rund 76.000 dieser Anlagen in Betrieb genommen wurden, ist die Zahl 2023 bereits auf 267.000 Balkonkraftwerke gestiegen. Im Jahr 2024 wurden bereits 356.000 solcher Anlagen installiert – und das Jahr ist noch nicht vorbei. Es zeigt sich also eindeutig, dass innovative Energielösungen auch im privaten Umfeld eine immer wichtigere Rolle einnehmen.
Ein Balkonkraftwerk bietet dem Nutzer vielfältige Möglichkeiten: Mit dem selbst erzeugten Strom kann zum einen der eigene Strombedarf direkt gedeckt werden. Bei Anlagen mit Batteriespeicher kann der Strom gespeichert werden, um ihn auch bei trübem Wetter oder nachts verwenden zu können. Wer mehr Strom erzeugt, als er verbraucht, hat zusätzlich die Möglichkeit, diesen Strom in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen, die Einspeisung zu messen und sich so etwas dazuzuverdienen.
In diesem Artikel soll es um alle Fragen rund um das Thema Einspeisung gehen. Dabei soll die Frage beantwortet werden, wie die Einspeisung funktioniert und wie sich die Menge des eingespeisten Stroms eigentlich messen lässt. Außerdem erklären wir Ihnen, ob sich eine Einspeisung in Ihrem Fall lohnt und welche Alternativen es gibt. Ziel dieses Artikels ist also, all Ihre Fragen zum Thema Einspeisung zu klären und Ihnen zu zeigen, wie Sie das meiste aus Ihrem Balkonkraftwerk herausholen können.
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Eine eigene Photovoltaik-Anlage gibt Ihnen die Möglichkeit, selbst Strom zu erzeugen. So können Sie nicht nur Geld sparen, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Balkonkraftwerke bieten dabei eine „kleinere“ Alternative zur klassischen Solar-Anlage auf dem Dach. Dadurch eignen sie sich besonders für Mieter oder Wohnungseigentümer, die keinen Zugang zu ihrem Dach haben. Die kompakten Anlagen produzieren Strom, der zur Deckung des eigenen Strombedarfs und beispielsweise auch Erzeugung von Warmwasser genutzt werden kann. Somit stellen Balkonkraftwerke eine flexible und nachhaltige Lösung für Ihr zu Hause dar.
Ein Balkonkraftwerk besteht in der Regel aus vier Elementen: einer Halterung zur Befestigung, einem Solarmodul, einem Wechselrichter und einem Schuko-Stecker, der die direkte Einspeisung in das häusliche Stromnetz ermöglicht.
Die Investitionskosten amortisieren sich mehrheitlich innerhalb von fünf bis zehn Jahren, abhängig von der Nutzung und den Strompreisen. Langfristig lassen sich mit einem Balkonkraftwerk erhebliche Stromkosten einsparen, während gleichzeitig der eigene CO₂-Fußabdruck reduziert wird. Durch diese unkomplizierte Möglichkeit, selbst Strom zu erzeugen, wird nachhaltige Energieversorgung für viele Menschen zugänglich – insbesondere für diejenigen, die bisher auf konventionelle Stromquellen angewiesen waren.

So funktioniert die Einspeisung bei einem Balkonkraftwerk
Ein Balkonkraftwerk ist wie folgt aufgebaut: Die Solarpaneele sind mit einem Wechselrichter verbunden, der den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umwandelt. Der Wechselrichter wird über ein Kabel direkt an eine Steckdose angeschlossen. So gelangt der Solarstrom ins Hausnetz und kann automatisch von allen angeschlossenen Geräten genutzt werden, die gerade Bedarf haben.
Doch was passiert, wenn die Solar-Anlage mehr Energie produziert, als im Haushalt verbraucht wird? Wohin mit dem überschüssigen Strom? Dieser wird automatisch ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Wer diese Einspeisung nicht beim Netzbetreiber anmeldet, erhält keine Vergütung für die eingespeiste Energie. Diesen Strom haben Sie somit „verschenkt“.
Wenn Sie mit dem erzeugten Strom Geld verdienen möchten, müssen Sie die Einspeisung beim zuständigen Netzbetreiber anmelden. Dafür sind allerdings zusätzliche technische Voraussetzungen erforderlich, wie etwa ein spezieller Zähler, mit dem Sie die Menge der Einspeisung messen können. Ohne die Anmeldung und die notwendigen Modifikationen zur Messung der Einspeisung bleibt der überschüssige Strom ungenutzt und fließt ohne eine Vergütung in das öffentliche Netz. Diese Aspekte sollten bei der Anschaffung eines Balkonkraftwerks berücksichtigt werden, um dessen Potenzial optimal auszuschöpfen.
Wie kann ich die Einspeisung meines Balkonkraftwerks messen?
Die Einspeisung des überschüssigen Stroms kann auf verschiedene Weise gemessen werden, je nach technischer Ausstattung und Anschlussart. Das sind die gängigsten Methoden zur Messung der Einspeisung eines Balkonkraftwerks im Überblick:
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Messung der Einspeisung per Schukodose:
- Ohne Funk:Am günstigsten sind einfache Schoko-Messsteckdosen ohne Funk. Diese werden zwischen Balkonkraftwerk und Steckdose gesteckt und zeigen die Einspeisung auf ihrem Display an.
- Mit Funk:Moderne Zähler mit WLAN- oder Bluetooth-Funktion sind zwar etwas teurer, ermöglichen dafür aber auch die Messung aus der Ferne über eine App oder ein Online-Interface.
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Messung der Einspeisung per Wieland-Steckdose oder Festanschluss:
- Anschlussboxen mit Wieland-Steckdose:Wenn Sie Ihr Balkonkraftwerk an eine Wieland-Steckdose anschließen, kommt dafür ein Elektriker ins Haus. Bei dieser Installation können Sie auch eine vorgefertigte Anschlussbox mit Stromzähler einbauen lassen, über die Sie Ihren eingespeisten Strom messen können.
- Schaltaktor oder Stromzähler für die Hutschiene:Bei einem Festanschluss können Stromzähler direkt im Sicherungskasten, im Kleinverteiler oder hinter der Steckdose auf der Hutschiene montiert werden. Auch diese Methode erfordert jedoch eine Installation durch einen Fachmann.
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Messung der Einspeisung mit dem Wechselrichter:
Viele moderne Wechselrichter verfügen über eine integrierte Messfunktion. Mit diesem können Sie nicht nur die Leistung Ihres Balkonkraftwerks messen, sondern auch den eingespeisten Strom. Die Daten sind häufig über Apps oder Displays des Wechselrichters einsehbar. Hierbei wird aber oft das Thema Datenschutz zum Problem, da die benötigte App nur mit Anbindung an die Alibaba-Cloud funktioniert.
Lohnt sich die Einspeisung?
Betreiberinnen und Betreiber von Balkonkraftwerken haben laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundsätzlich Anspruch auf eine Einspeisevergütung. Seit Februar 2024 beträgt diese Vergütung bis zu 8,11 Cent pro Kilowattstunde. Die Vergütung fällt im Vergleich zum aktuellen Strompreis, der sich meist irgendwo zwischen 25 und 30 Cent einpendelt, also recht niedrig aus.
Ein Vergleich zwischen Einspeisung und Eigenverbrauch zeigt daher schnell, dass es sich finanziell eher lohnt, den erzeugten Strom selbst zu nutzen, anstatt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen. Dazu kommt ein recht hoher bürokratischer Aufwand, der mit der Anmeldung der Einspeisung verbunden ist. Auch die zusätzlichen Kosten, die mit den notwendigen technischen Anpassungen einhergehen, machen eine Einspeisung vor allem für Nutzer von kleineren Balkonkraftwerken uninteressant.
Insgesamt ist die Einspeisevergütung für kleine Anlagen wie Balkonkraftwerke also wenig attraktiv. Die Amortisation erfolgt primär durch den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms, da Sie so langfristig Energiekosten einsparen können. Für größere Solar-Anlagen kann die Einspeisung unter Umständen wirtschaftlich interessanter sein, doch bei Balkonkraftwerken sollte der Fokus darauf liegen, so viel wie möglich des erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen.
3 Tipps: So holen Sie das meiste aus Ihrem Balkonkraftwerk raus
- Sonnenstunden nutzen:Um den Nutzen Ihres Balkonkraftwerks zu maximieren, sollten Geräte bevorzugt dann laufen, wenn die Sonne scheint. Dies ermöglicht die direkte Nutzung des erzeugten Solarstroms, ohne auf teureren Strom aus dem Netz zurückgreifen zu müssen. Besonders den Betrieb von energieintensiven Geräten wie Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Trockner sollten Sie so planen, dass sie tagsüber in Betrieb sind.
- Strom sparen:Zusätzlich hilft es, den Stromverbrauch zu optimieren und gezielt Einsparpotenziale zu nutzen. Eine gute Möglichkeit ist der Einsatz von energieeffizienten Geräten, das Vermeiden von Standby-Verlusten oder der bewusste Umgang mit Energie.
- Ausrichtung der Solarmodule:Die Ausrichtung der Solarpaneele spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Um eine maximale Energieausbeute zu erzielen, sollten die Paneele möglichst nach Süden ausgerichtet sein und einen optimalen Neigungswinkel haben, der auf die geografische Lage abgestimmt ist. Auch eine regelmäßige Reinigung und Wartung der Module trägt dazu bei, den Ertrag langfristig zu maximieren.
Die Alternative: Batteriespeicher
Wenn Sie regelmäßig mehr Strom produzieren, als Sie verbrauchen, gibt es eine weitere Möglichkeit, um Ihren Strom effizient zu nutzen. So können Sie Ihr Balkonkraftwerk mit einem Batteriespeicher ausstatten. Dieser ermöglicht Ihnen, überschüssige Energie für später zu speichern. So können Sie den gespeicherten Strom auch nachts oder an bewölkten Tagen nutzen. Diese Lösung ist besonders attraktiv für Sie, wenn Sie tagsüber nicht zu Hause sind und Ihre elektrischen Geräte überwiegend abends betreiben. Ein voller Batteriespeicher garantiert Ihnen außerdem eine sichere Stromversorgung im Notfall. So sind Sie beispielsweise auch bei einem Stromausfall auf der sicheren Seite.
Finanziell betrachtet ist der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms deutlich rentabler als die Einspeisung ins öffentliche Netz. Der Strompreis, den Verbraucher zahlen, liegt meist weit über der Einspeisevergütung von aktuell bis zu 8,11 Cent pro Kilowattstunde. Daher spart man erheblich mehr Geld, wenn man den Strom selbst nutzt, statt ihn zu einem niedrigen Tarif einzuspeisen. Mit einem Batteriespeicher können Sie sicherstellen, dass Sie all Ihren erzeugten Strom verbrauchen, ohne, dass etwas verloren geht.
Für jeden die richtige Lösung mit den Produkten von Jackery
In den letzten Abschnitten ist deutlich geworden, dass eine Einspeisung des gewonnenen Stroms nicht unbedingt die wirtschaftliche Lösung darstellt. Doch egal, ob Sie sich für eine Einspeisung des überschüssigen Stroms oder für einen Batteriespeicher entscheiden, bei Jackery werden Sie die passende Lösung für sich finden. Jackery ist ein führender Anbieter von nachhaltigen und hochwertigen Solarlösungen für Ihr Eigenheim. Hier können Sie aus einer großen Produktpalette bestehend aus Generatoren, Speichersystemen, Balkonkraftwerken und Solarmodulen wählen.
Das Jackery Navi 2000 Balkonkraftwerk können wir Ihnen dabei besonders ans Herz legen. In diesem leicht zu installierenden Mini-Heimenergiespeichersystem sind Solarpanels, Wechselrichter und Batteriesystem enthalten. So sichern Sie Ihre Stromversorgung nicht nur in Sonnenstunden, sondern können gewonnenen Strom auch für später speichern. Das Jackery Navi 2000 Balkonkraftwerk bietet Ihnen eine Vielfalt von Funktionen in verschiedenen Szenarien. Die Solarmodule, die am Balkon angebracht werden, versorgen Sie im Alltag zuverlässig mit Strom. Stromausfälle werden innerhalb von 20ms erkannt und der reibungslose Betrieb der wichtigsten Geräte wird abgesichert.
Wenn Sie sich für das Jackery Navi 2000 Balkonkraftwerk entscheiden, profitieren Sie außerdem von einer intelligenten Echtzeit-Überwachung per App und einer besonders langlebigen Batterie. Es hält zudem extremen Temperaturen von -20 bis 55 Grad Celsius stand und ist wasserdicht (IP65). Zusätzlich überzeugt das Balkonkraftwerk mit seinem tragbaren und vielseitig einsetzbaren All-in-one-Design sowie einer Langzeit Garantie von 10 Jahren.
Das Jackery Navi 2000 Balkonkraftwerk hat eine durchschnittliche Laufzeit von 15 Jahren. In diesem Zeitraum können Sie damit bis zu 10.714 € Stromkosten sparen. Das wird dadurch möglich, dass Ihr Eigenverbrauchsanteil durch den Einsatz des Balkonkraftwerks von 45 % auf 93 % steigt und ihre Stromkosten somit erheblich gesenkt werden können.
Obendrein lässt sich das Jackery Navi 2000 Balkonkraftwerk noch durch Zusatzakkus ergänzen. Diese Zusatzakkus bieten Ihnen die Möglichkeit, die Speicherkapazität Ihres Balkonkraftwerks zu maximieren. Jeder einzelne dieser Akkus bietet eine zusätzliche Speicherkapazität von 2048 Wh. Indem Sie Ihr Jackery Navi 2000 Balkonkraftwerk mit bis zu drei dieser Zusatzakkus ergänzen, erlangen Sie so insgesamt eine Speicherkapazität von rund 8 kWh.
Fazit
Es gibt also durchaus Möglichkeiten, wie Sie Ihren überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einspeisen können. Gerade bei kleineren Anlagen wie Balkonkraftwerken lohnt es sich aber meist nicht. Die Einspeisevergütung ist im Vergleich zu den Strompreisen niedrig und es entsteht zusätzlicher bürokratischer und technischer Aufwand. Sie sollten also stattdessen darauf achten, Ihren erzeugten Strom möglichst effektiv selbst zu nutzen.
Durch gezielte Maßnahmen wie den Betrieb von Geräten bei Sonnenschein, eine optimierte Ausrichtung der Solarpaneele und einen bewussten Umgang mit Energie lässt sich der Eigenverbrauch maximieren. Zusätzlich bietet die Investition in einen Jackery Batteriespeicher eine nachhaltige Lösung, um überschüssigen Strom für spätere Nutzung zu speichern. Mit einem Speicher steht der Strom auch an bewölkten Tagen, nachts oder bei Stromausfällen zur Verfügung. Dies ist ideal für Haushalte, in denen tagsüber nur wenig Strom benötigt wird. Dadurch erhöht sich die Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz, und die Einsparungen durch den Eigenverbrauch übersteigen den potenziellen Nutzen der Einspeisung.
Kurz und knapp – FAQ
Frage: Was ist ein Balkonkraftwerk?
Antwort: Ein Balkonkraftwerk ist die „kleinere“ Alternative zur Solar-Anlage auf dem Dach und bietet Ihnen die Möglichkeit, mithilfe von Photovoltaik eigenen Strom zu Hause zu produzieren.
Frage: Wie nutze ich die Energie aus meinem Balkonkraftwerk?
Antwort: Der mit dem Balkonkraftwerk erzeugte Strom kann entweder direkt verbraucht oder mithilfe eines Batteriespeichers für die spätere Nutzung gelagert werden. Alternativ können Sie Ihren überschüssigen Strom auch ins öffentliche Netz einspeisen.
Frage: Was bedeutet Einspeisung?
Antwort: Wenn Sie Ihren überschüssigen Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen, verkaufen Sie diesen an den Netzbetreiber. Im Gegenzug erhalten Sie eine Vergütung.
Frage: Lohnt sich die Einspeisung?
Antwort: Da die Einspeisevergütung mit rund 8 Cent deutlich unter den aktuellen Strompreisen liegt, lohnt sich eine Einspeisung vor allem bei geringeren Mengen eher nicht. Stattdessen sollten Sie darauf setzen, Ihren produzierten Strom so gut wie möglich selbst zu verbrauchen.
Frage: Welchen Vorteil bieten Batteriespeicher?
Antwort: Mit einem Batteriespeicher können Sie überschüssigen Strom für später einlagern. Diesen können Sie dann nachts, an bewölkten Tagen oder auch im Falle eines Stromausfalls nutzen, sodass Sie langfristig Kosten sparen.
Frage: Wie maximiere ich meinen Ertrag aus dem Balkonkraftwerk?
Antwort: Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, Ihre Geräte möglichst tagsüber laufen zu lassen und den Strom so direkt zu nutzen. Außerdem hilft es, Ihren Stromverbrauch insgesamt zu senken. Auch die richtige Ausrichtung der Solarmodule sowie zusätzliche Investitionen in Batteriespeicher maximieren den Nutzen Ihres Balkonkraftwerks.