Wer Sommer- oder Winterreifen anstelle von Ganzjahresreifen nutzt, sollte über die Regelungen Bescheid wissen und sich am besten noch vor dem Wintereinbruch um das Aufziehen seiner Winterreifen kümmern.
In der Realität sieht es aber oft anders aus: Mehr als die Hälfte der Deutschen weiß nicht, wann Winterreifen Pflicht sind, und knapp 20 % haben den Wechsel auf Winterreifen in der Vergangenheit auch schon mal komplett ausfallen lassen.
Damit Sie bestens informiert sind, dreht sich dieser Artikel rund um das Thema Bereifung im Winter. Wir klären, ab wann Sie Winterreifen benötigen und mit welchen Konsequenzen Sie rechnen müssen, wenn Sie dennoch mit Sommerreifen im Winter fahren.
Außerdem stellen wir Ihnen die tragbaren Powerstations von Jackery vor und zeigen, weshalb diese auch bei langen Autofahrten im Winter nicht fehlen dürfen.
|
Übersicht: Die wichtigsten Punkte: |
|
Darf man im Winter mit Sommerreifen fahren?
Rein rechtlich ist das Fahren mit Sommerreifen im Winter nicht grundsätzlich verboten, denn es gibt keine generelle Pflicht, zu bestimmten Kalenderzeiten Winterreifen zu montieren. In Deutschland gilt die sogenannte situative Winterreifenpflicht: Sobald winterliche Straßenverhältnisse wie Schnee, Eis, Schneematsch oder Reifglätte auftreten, müssen Winter- oder geeignete Ganzjahresreifen montiert sein.
Allerdings ist das Fahren mit Sommerreifen bei kalten Temperaturen riskant. Die Gummimischung von Sommerreifen wird bei Kälte hart und verliert Haftung, was zu deutlich längeren Bremswegen, schlechter Traktion und einer erhöhten Unfallgefahr führt.
Zudem können bei winterlichen Bedingungen Bußgelder und Punkte in Flensburg drohen, und im Schadensfall kann die Versicherung Probleme machen oder Leistungen kürzen, wenn nachweislich falsche Bereifung zur Unfallursache beigetragen hat.
Sommerreifen im Winter: Konsequenzen und Strafen
Wer in Deutschland bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen. Wer gegen die situative Winterreifenpflicht verstößt und bei Schnee, Eis, Schneematsch, Reif- oder Eisglätte mit Sommerreifen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von mindestens 88,50 Euro sowie einem Punkt in Flensburg rechnen.
Kommt es durch die falsche Bereifung zu einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer, erhöht sich das Bußgeld auf 108,50 Euro und bei Gefährdung auf 128,50 Euro, jeweils ebenfalls mit einem Punkt. Auch Fahrzeughalter können belangt werden, wenn sie das Auto trotz ungeeigneter Bereifung in Betrieb nehmen lassen. Die folgende Tabelle zeigt die Konsequenzen im Überblick:
|
Tatbestand |
Bußgeld |
Punkte |
|
Mit Reifen gefahren, die nicht den Wetterverhältnissen angepasst waren |
88,50 € |
1 |
|
...mit Behinderung |
108,50 € |
1 |
|
...mit Gefährdung |
128,50 € |
1 |
Darüber hinaus gibt es klare technische Vorgaben: Als wintertauglich gelten nur Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke). Ältere M+S-Reifen ohne dieses Symbol sind seit den letzten Übergangsfristen nicht mehr zulässig.
Neben Bußgeldern spielen auch versicherungsrechtliche Folgen eine Rolle. Zwar bleibt der Haftpflichtschutz bestehen, jedoch kann die Kaskoversicherung bei grober Fahrlässigkeit Leistungen kürzen. Wer im Winter auf Sommerreifen fährt, riskiert somit nicht nur Strafen, sondern auch erhebliche finanzielle Nachteile.

Ab wann braucht man Winterreifen?
In Deutschland gibt es keine starre Kalenderpflicht, die festlegt, ab welchem Datum Winterreifen montiert sein müssen. Stattdessen gilt eine situative Winterreifenpflicht. Diese Regelung ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) verankert und richtet sich nach den tatsächlichen Witterungsbedingungen, nicht nach einem festen Zeitraum. Hier heißt es in § 36 (4):
„Reifen für winterliche Wetterverhältnisse sind Luftreifen […]
1. durch deren Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Bauart vor allem die Fahreigenschaften bei Schnee gegenüber normalen Reifen hinsichtlich ihrer Eigenschaft beim Anfahren, bei der Stabilisierung der Fahrzeugbewegung und beim Abbremsen des Fahrzeugs verbessert werden, und
2. die mit dem Alpine-Symbol […] gekennzeichnet sind.“
So unterscheiden sich Sommer- und Winterreifen in der Praxis:
|
Sommerreifen |
Winterreifen |
|
Aufgrund der teils extremen Sommertemperaturen verfügen Sommerreifen über eine härtere Gummimischung. |
Winterreifen besitzen viele kleine zickzackförmige Einschnitte (Lamellen) im Profil, die sich mit Schnee und Eis verzahnen und ein Wegrutschen verhindern. |
|
Sie bieten sehr gute Bremsleistung, insbesondere auf trockener Fahrbahn, und passen sich auch nassen Straßenverhältnissen optimal an. |
Die Profilrillen sind breit und tief, damit ausreichend Schnee aufgenommen und wieder abgeführt werden kann. |
|
Die Profilrillen sind eher grob gestaltet. |
Die Gummimischung ist weicher, da sie einen höheren Anteil an Naturkautschuk enthält. |
|
Durch den geringeren Naturkautschuk-Anteil können Sommerreifen bei Kälte aushärten und spröde werden (daher: keine Sommerreifen im Winter!). |
Dadurch bleiben Winterreifen auch bei niedrigen Temperaturen elastisch und haftungsstark. |
Seit Oktober 2024 gelten nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) als wintertauglich – sowohl für Winter- als auch für All-Season-Reifen. Reifen, die lediglich mit der früher üblichen M+S-Kennzeichnung (Matsch & Schnee) versehen sind, gelten nicht mehr als ausreichend für winterliche Straßenverhältnisse.
Ganzjahresreifen können eine praktische Alternative sein, sofern sie das Alpine-Symbol tragen. Dann erfüllen sie die gesetzlichen Anforderungen für winterliche Bedingungen und dürfen ganzjährig genutzt werden.
Ist es möglich, im Winter mit Sommerreifen zur Fahrzeugprüfung zu fahren?
Im Winter ist es in der Regel nicht erlaubt, mit Sommerreifen zur Hauptuntersuchung (HU) oder Fahrzeugprüfung zu fahren, wenn winterliche Straßenverhältnisse herrschen. Auch für die Fahrt zur Prüfstelle gilt die situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet: Bei Schnee, Eis, Glätte oder Schneematsch müssen Winter- oder geeignete Ganzjahresreifen montiert sein.
Wer dennoch mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg, sondern im Ernstfall auch Probleme mit der Versicherung. Zudem kann die Prüfstelle die Untersuchung verweigern, wenn das Fahrzeug als nicht verkehrssicher eingestuft wird.
Was passiert im Falle eines Unfalls?
Kommt es im Winter zu einem Unfall und das Fahrzeug ist mit Sommerreifen ausgestattet, kann dies versicherungsrechtliche Folgen haben. Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt zwar grundsätzlich den Schaden des Unfallgegners, da sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Allerdings kann der Versicherer den Fahrer bei grober Fahrlässigkeit teilweise in Regress nehmen.
Kritischer ist die Lage bei der Kaskoversicherung: Sowohl Teil- als auch Vollkasko dürfen ihre Leistungen kürzen oder im Extremfall verweigern, wenn nachgewiesen wird, dass ungeeignete Bereifung zum Unfall beigetragen hat. Da Sommerreifen bei Kälte stark an Haftung verlieren, wird dies häufig als Mitverschulden gewertet.
Was sind die Vorschriften für Winterreifen in anderen Ländern?
In vielen europäischen Ländern gibt es verbindliche Winterreifenregeln, die über die deutsche situative Pflicht hinausgehen. In Frankreich gilt vom 1. November bis 31. März in zahlreichen bergigen Regionen eine Winterreifenpflicht oder alternativ die Mitführung von Schneeketten. Das gilt besonders in den Alpen, Pyrenäen oder dem Zentralmassiv. Ohne passende Bereifung oder Ausrüstung drohen Bußgelder.
In Italien besteht in vielen Regionen von 15. November bis 15. April eine Pflicht, Winter- oder Ganzjahresreifen mitzuladen bzw. zu nutzen; oftmals ist ein Geschwindigkeitsaufkleber bei Reifen mit niedrigerem Index erforderlich.
Weitere Länder wie Österreich schreiben Winterreifen zwischen 1. November und 15. April bei winterlichen Straßenverhältnissen vor.
Andere Staaten wie Belgien, Dänemark oder die Schweiz handhaben es ähnlich wie Deutschland und haben keine generelle Pflicht, empfehlen aber Winter- oder Ganzjahresreifen, und bei Verstößen können bei Behinderungen ebenfalls Strafen oder Versicherungsprobleme folgen.
Sicher fahren im Winter: Unsere Tipps
Winterliche Straßenverhältnisse stellen Autofahrer jedes Jahr vor besondere Herausforderungen. Schnee, Eis und Nässe erfordern nicht nur die richtige Bereifung, sondern auch eine angepasste Fahrweise. Mit den folgenden Tipps erhöhen Sie Ihre Sicherheit und bleiben auch bei schwierigen Bedingungen souverän unterwegs.
· Fahren Sie mit Ganzjahresreifen: Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol sind für den Winter zugelassen, erreichen jedoch nicht immer die Performance hochwertiger Winterreifen. Besonders bei starkem Schneefall oder Eis sollte die Geschwindigkeit reduziert und der Sicherheitsabstand vergrößert werden.
· Fahren Sie mit niedriger Drehzahl: Sanftes Beschleunigen und frühes Hochschalten verhindern das Durchdrehen der Räder und sorgen für bessere Traktion auf glatten Straßen.
· Machen Sie einen kurzen Bremstest: Ein vorsichtiger Bremstest bei niedriger Geschwindigkeit (z. B. auf leerem Parkplatz) hilft, das aktuelle Bremsverhalten auf Schnee oder Eis besser einzuschätzen.
· So fahren Sie bei glatter Straße an: Wenn möglich im zweiten Gang anfahren und Kupplung langsam kommen lassen. Das reduziert die Gefahr des Durchdrehens.
· So meistern Sie rutschige Kurven: Vor der Kurve abbremsen, gleichmäßig lenken und keinesfalls hektisch reagieren. Plötzliche Lenkbewegungen erhöhen die Schleudergefahr.
· So verhalten Sie sich bei Blitzeis: Bei extremem Blitzeis ist es oft sicherer, im Fahrzeug zu bleiben und auf den Winterdienst zu warten. Für zusätzliche Wärme können elektrische Heizdecken oder kleine Heizgeräte genutzt werden, zum Beispiel mithilfe einer Jackery Portable Power Station, die sicher im Fahrzeuginnenraum betrieben werden kann und unabhängig von der Autobatterie funktioniert.
· Enteisen Sie Ihre Scheiben vollständig: Vor Fahrtantritt müssen Front-, Seiten- und Heckscheiben komplett eis- und schneefrei sein. Nur so ist eine uneingeschränkte Sicht gewährleistet und Bußgelder wegen Sichtbehinderung werden vermieden.
· Schalten Sie das Licht ein: Bei winterlichem Wetter sorgen Abblendlicht oder Tagfahrlicht für bessere Sichtbarkeit, besonders bei Schneefall, Nebel oder Dämmerung. So werden Sie von anderen Verkehrsteilnehmern früher erkannt.
· Halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand ein: Auf Schnee und Eis verlängert sich der Bremsweg erheblich. Ein größerer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug schafft Reaktionszeit und reduziert das Unfallrisiko deutlich.
· Haben Sie einen Notfallvorrat im Auto: Eine Decke, Warnweste, Taschenlampe und eine tragbare Powerstation sind im Winter besonders wichtig. Sie helfen, im Stau oder bei einer Panne warm zu bleiben, sichtbar zu sein und elektrische Geräte sicher zu betreiben.

Jackery Powerstations im Auto
Gerade im Winter ist eine tragbare Stromversorgung im Auto besonders wertvoll. Staus, Pannen oder längere Wartezeiten bei Schnee und Eis können schnell unangenehm oder sogar gefährlich werden. Eine mobile Powerstation ermöglicht es, Wärmedecken, kleine Heizgeräte, Smartphones oder Navigationsgeräte unabhängig von der Autobatterie zuverlässig mit Strom zu versorgen.
Die tragbaren Powerstations von Jackery sind kompakte, tragbare Stromquellen mit integriertem Akku. Sie speichern elektrische Energie und geben diese über Steckdosen, USB- und DC-Anschlüsse wieder ab. Jackery Powerstations arbeiten leise, emissionsfrei und sind sicher für den Einsatz im Fahrzeuginnenraum, was sie ideal für Winterfahrten macht.
Die Jackery Explorer 500 v2 bietet 512 Wh Kapazität und eine Ausgangsleistung von 500 W, weshalb sie sich ideal für unterwegs im Auto oder Camper eignet. Mit mehreren AC-, USB-C- und USB-A-Anschlüssen lassen sich Smartphones, Laptops oder kleine Heizgeräte gleichzeitig betreiben. Die LiFePO4-Technologie sorgt für lange Lebensdauer und Robustheit, auch bei kälteren Temperaturen.
Die Jackery Explorer 1000 v2 ist wie gemacht für längere Reisen oder größere Verbraucher. Sie bietet 1.070 Wh Kapazität und 1500 W-AC-Ausgangsleistung und kann mehrere Geräte über Stunden hinweg versorgen. Der hohe Spitzenwert reicht aus, um auch leistungsstärkere Geräte wie kleine Heizlüfter oder Kühlboxen zu betreiben. Die Powerstation lässt sich über AC, Solar oder 12-V-Anschluss im Auto laden.
Die folgende Tabelle zeigt beide Modelle noch einmal im Vergleich:
|
|
Jackery Explorer 500 v2 |
Jackery Explorer 1000 v2 |
|
Kapazität |
512 Wh |
1.070 Wh |
|
Batterie |
LiFePO4 |
LiFePO4 |
|
Lebenszyklen |
6.000 Zyklen bis 70 % Kapazität |
4.000 Zyklen bis 70 % Kapazität |
|
Abmessungen |
31,1 x 20,5 x 15,7 cm |
32,7 x 22,4 x 24,7 cm |
|
Ausgänge |
1x AC-, 1x DC, 1x USB-A |
1x AC-, 1x USB-C, 1x USB-A, 1x Auto |
|
Lademöglichkeiten |
Auto, Solar, Steckdose |
Auto, Solar, Steckdose |
|
Betriebszeiten |
Lautsprecher (10 W): 28 Std. Lampe (5 W): 28 Std. Heizdecke (60 W): 4,5 Std. |
Lautsprecher (10 W): 35,1 Std. Lampe (5 W): 43,9 Std. Heizdecke (60 W): 11,7 Std. |
FAQs
1) Was ist, wenn ich mit Sommerreifen im Winter fahre?
Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist das nicht erlaubt. Es drohen Bußgelder, ein Punkt in Flensburg und ein erhöhtes Unfallrisiko.
2) Kann man bei 2 Grad mit Sommerreifen fahren?
Rein rechtlich ja, wenn keine winterlichen Straßenverhältnisse vorliegen. Aus Sicherheitsgründen wird es jedoch nicht empfohlen, da Sommerreifen bei Kälte an Haftung verlieren.
3) Bin ich mit Sommerreifen im Winter versichert?
Die Haftpflichtversicherung zahlt grundsätzlich. Die Kaskoversicherung kann ihre Leistung jedoch kürzen, wenn Sommerreifen zum Unfall beigetragen haben.
4) Was passiert, wenn man im Winter keine Winterreifen drauf hat?
Bei Schnee oder Glätte verstößt man gegen die Winterreifenpflicht. Es drohen Bußgelder, Punkte und mögliche Versicherungsprobleme.
5) Wie viel kostet es, mit Sommerreifen im Winter zu fahren?
Bei winterlichen Wetterverhältnissen kostet es mindestens 88,50 Euro und 1 Punkt in Flensburg. Bei Behinderung, Gefährdung oder Unfall können bis zu 128,50 Euro fällig werden.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen: Mit Sommerreifen im Winter zu fahren ist in Deutschland zwar nicht grundsätzlich verboten, bei winterlichen Straßenverhältnissen jedoch klar geregelt und mit Risiken verbunden.
Wer trotz Schnee, Eis oder Glätte mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert Bußgelder, Punkte in Flensburg und Probleme mit der Versicherung. Winter- oder geeignete Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol sind daher unerlässlich für Sicherheit und Rechtskonformität.
Ergänzend sorgen Lösungen wie die Jackery Powerstations für mehr Komfort und Sicherheit im Winter, etwa bei Staus oder Pannen, indem sie zuverlässig Wärme- und Elektrogeräte im Auto mit Strom versorgen.