Einspeisevergütung beim Balkonkraftwerk: Eigenverbrauch oder Einspeisung?

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Einspeisevergütung beim Balkonkraftwerk: Eigenverbrauch oder Einspeisung?
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Wer mit einem Balkonkraftwerk eigenen Strom verbraucht, steht oft vor der Frage: Nutze ich den Strom lieber selbst, oder speise ich ihn ein? Gerade bei größeren Mengen kann sich eine Einspeisung lohnen – das denken zumindest viele.

In diesem Artikel erklären wir, was eine Einspeisung beim Balkonkraftwerk ist und ob sie sich wirklich lohnt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was es dabei zu beachten gibt und wie Sie Ihren Strom effizient einsetzen können. Zum Schluss stellen wir Ihnen außerdem das brandneue Balkonkraftwerk von Jackery vor: Das Jackery HomePower 2000 Ultra.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Die Einspeisevergütung liegt bei nur wenigen Cent pro kWh, daher lohnt sich die Einspeisung wirtschaftlich kaum. Wichtig sind Anmeldung beim Netzbetreiber, Eintrag im Marktstammregister und ein geeigneter Zähler. Überschüsse werden vergütet, aber der finanzielle Nutzen bleibt gering.

  • Der Eigenverbrauch bringt die größte Ersparnis, da jede selbst genutzte Kilowattstunde den teuren Netzstrom ersetzt. Wer Geräte tagsüber laufen lässt oder einen Speicher nutzt, maximiert seinen Vorteil und macht das Balkonkraftwerk besonders effizient.

  • Eine 3-Phasen-Einspeisung verteilt den Solarstrom auf alle Haushaltsphasen und steigert den Eigenverbrauch, ist aber teurer. Klassische Systeme speisen nur einphasig ein. Technische Vorgaben und Leistungslimits müssen bei allen Varianten eingehalten werden.

  • Nulleinspeisung verhindert jegliche Netzeinspeisung, benötigt aber spezielle Geräte oder Wechselrichter. Mehrere Balkonkraftwerke sind erlaubt, solange die Einspeisegrenzen pro Stromkreis eingehalten und die Anlagen korrekt angeschlossen werden.

  • Jackery bietet ein leistungsstarkes, erweiterbares Balkonkraftwerk mit bis zu 8 kWh Speicher, 2.800 W Solareingang und Schutzfunktionen. Die Lösung maximiert Eigenverbrauch, ist flexibel einsetzbar und ideal für Nutzer, die Unabhängigkeit und hohe Effizienz anstreben.

 

Einspeisevergütung: Was ist das?

Die Einspeisevergütung ist eine gesetzlich festgelegte finanzielle Vergütung, die Betreiber von Photovoltaikanlagen erhalten, wenn sie selbst erzeugten Solarstrom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. „Einspeisen“ bedeutet, überschüssige Energie, die nicht direkt im Haushalt verbraucht wird, ins Netz abzugeben und dafür bezahlt zu werden.

Die Einspeisevergütung kann grundsätzlich jeder Anlagenbetreiber erhalten. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Privatpersonen, Mieter mit Balkonkraftwerk, Hausbesitzer oder Unternehmen handelt. Wichtig ist nur, dass die Anlage ordnungsgemäß angemeldet ist und den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen ein passender, bidirektionaler Stromzähler, die Registrierung der Anlage im Marktstammdatenregister (MaStR) sowie die Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber. Zudem müssen technische Vorgaben wie Normen zur Sicherheit und Netzverträglichkeit erfüllt sein. Werden alle Anforderungen eingehalten, erhalten Betreiber eine feste Vergütung, die meist über 20 Jahre garantiert ist.

 

Wie hoch ist die Einspeisevergütung?

Die Einspeisevergütung ist die Zahlung, die Sie erhalten, wenn Sie überschüssigen Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen. Für PV-Anlagen, die zwischen dem 1. August 2025 und dem 31. Januar 2026 in Betrieb gehen, beträgt sie 7,86 Cent pro kWh, das ist also der aktuelle Vergütungssatz. Dieser sinkt für neu installierte Anlagen halbjährlich um 1 %, das nächste Mal also ab dem 1. Februar 2026. Die Degression soll den technischen Fortschritt und geringere Installationskosten widerspiegeln.

Eine typische Solaranlage mit Einspeisevergütung kann über ihre Laufzeit mehrere tausend Euro erwirtschaften, da jede eingespeiste Kilowattstunde bezahlt wird. Bei Balkonkraftwerken fällt dieser Betrag jedoch deutlich kleiner aus, da die Anlagenleistung begrenzt ist. Dennoch können auch Mini-PV-Anlagen langfristig Erträge bringen, sofern eine Einspeisung erfolgt.

Das System funktioniert nach dem Prinzip „Eigenverbrauch zuerst“: Zunächst wird die erzeugte Energie im Haushalt genutzt. Nur überschüssiger Strom wird ins Netz abgegeben. Der Netzbetreiber zahlt die Vergütung über einen festgelegten Zeitraum (häufig 20 Jahre) und schafft damit langfristige Planungssicherheit für Anlagenbetreiber. Ob sich eine Einspeisung in ihrem Fall aber tatsächlich lohnt, klären wir etwas weiter unten.

 

Gibt es eine Einspeisevergütung für Balkonkraftwerke?

Ja, auch Balkonkraftwerke können eine Einspeisevergütung erhalten, wenn überschüssiger Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Vergütung entspricht dabei den gleichen gesetzlichen Sätzen wie bei größeren PV-Anlagen und liegt somit derzeit bei 7,86 Cent pro kWh (für Anlagen, die zwischen August 2025 und Januar 2026 in Betrieb gehen).

Für Balkonkraftwerke gibt es grundsätzlich zwei Vergütungsarten: die Volleinspeisung, bei der der gesamte Strom eingespeist wird, und die Teileinspeisung, bei der nur der nicht selbst verbrauchte Überschuss vergütet wird. Beide Modelle müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Zusätzlich ist ein geeigneter Stromzähler notwendig, meist ein bidirektionaler oder intelligenter Zähler. Wichtig ist auch, dass die technischen Einrichtungen wie Wechselrichter und Sicherheitsvorgaben den Netzanforderungen entsprechen. Nur, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Einspeisevergütung zuverlässig ausgezahlt.

mini pv anlage mit speicher

 

Nulleinspeisung beim Balkonkraftwerk

Nulleinspeisung bedeutet, dass ein Balkonkraftwerk keinen Strom ins öffentliche Netz abgibt. Alles, was die Anlage erzeugt, wird ausschließlich im eigenen Haushalt verbraucht. Rechtlich ist Nulleinspeisung erlaubt, jedoch müssen bestimmte Vorgaben eingehalten werden. Dazu gehört unter anderem die technische Sicherstellung, dass tatsächlich kein Strom ins Netz gelangt. Dafür wird ein Einspeisemanagement-Gerät oder ein geeigneter Wechselrichter mit Zero-Feed-In-Funktion benötigt.

Für eine Einspeisevergütung wäre eine Anmeldung beim Netzbetreiber sowie im Marktstammdatenregister notwendig, bei echter Nulleinspeisung entfällt diese Vergütung jedoch. Überschüssiger Strom kann deshalb nicht ins Netz abgegeben werden. Stattdessen „verpufft“ ungenutzte Energie ungenutzt oder kann nur mit einem optionalen Stromspeicher sinnvoll aufgefangen und später im Haushalt verbraucht werden.

 

Lohnt sich die 3-Phasen-Einspeisung beim Balkonkraftwerk?

Eine 3-Phasen-Einspeisung bedeutet, dass ein Balkonkraftwerk seinen erzeugten Strom nicht nur auf einer, sondern gleichzeitig auf allen drei Haushaltsphasen einspeist. Dadurch steht der Solarstrom überall im Haus gleichmäßig zur Verfügung.

Eine 3-Phasen-Einspeisung kann sinnvoll sein, muss es aber nicht. Klassische Balkonkraftwerke speisen nur auf einer Phase ein. Wird auf dieser Phase viel Strom verbraucht, nutzt man die Energie optimal. Liegen größere Verbraucher jedoch auf anderen Phasen, kann ein 3-Phasen-Wechselrichter helfen, den Eigenverbrauch zu erhöhen, besonders bei Leistungen über 800 oder 2000 W.

Warum gibt es Phasen? Ein Haushalt ist in drei Stromkreise aufgeteilt, um Lasten gleichmäßig zu verteilen. Geräte hängen je nach Installation an unterschiedlichen Phasen; Strom auf einer anderen Phase wird daher nicht direkt genutzt.

Die Kosten machen hier einen Unterschied: Anlagen mit 3-Phasen-Wechselrichtern sind meist 200–400 € teurer als 1-Phasen-Systeme, bieten aber mehr Flexibilität und Effizienz.

 

Eigenverbrauch vs. Einspeisung: Was lohnt sich mehr?

Ein Balkonkraftwerk lohnt sich finanziell kaum über die Einspeisevergütung, da der Vergütungssatz für Kleinanlagen sehr niedrig ist. Typischerweise erhält man nur wenige Cent pro eingespeiste Kilowattstunde, während Strom aus dem Netz deutlich teurer ist. Dadurch ist die reine Einspeisung wirtschaftlich unattraktiv: Man verschenkt im Grunde günstigen Solarstrom und kauft später teuren Netzstrom zurück. Besonders kleine Anlagen wie Balkonkraftwerke erzeugen ohnehin nicht genug Energie, um über Einspeiseerlöse spürbar Profit zu machen.

Der Eigenverbrauch ist daher der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit. Jede Kilowattstunde, die direkt im Haushalt genutzt wird, spart den aktuellen Strompreis, der oft bei 30 Cent oder mehr pro kWh liegt. Damit amortisiert sich ein Balkonkraftwerk deutlich schneller. Ideal ist es, möglichst viele Geräte tagsüber laufen zu lassen, wenn Solarstrom anfällt, etwa Kühlschrank, Router, Waschmaschine oder Ladegeräte.

Hersteller wie Jackery setzen genau darauf: Ihre Balkonkraftwerk-Sets sind darauf ausgelegt, möglichst viel Eigenverbrauch zu ermöglichen, auch mithilfe von Speicherlösungen, die überschüssigen Strom zwischenspeichern und später nutzbar machen. Das steigert den Autarkiegrad und macht die Anlage unabhängig von niedrigen Einspeisevergütungen.

Einspeisevergütung beim Balkonkraftwerk

 

Das neue Jackery HomePower 2000 Ultra

Der Jackery HomePower 2000 Ultra ist ein modernes Balkonkraftwerk der Marke Jackery. Es wurde speziell für Wohnungs- und Balkoninstallationen entwickelt. Mit einer maximalen Solareingangsleistung von 2.800 W bietet es eine effiziente Nutzung von Sonnenenergie.

Das Jackery HomePower 2000 Ultra lässt sich in der Kapazität flexibel zwischen 2 kWh und 8 kWh erweitern, was es ideal zur Anpassung an individuellen Stromverbrauch macht. Die AC-Ausgangsleistung beträgt 1.500 W, sodass tagsüber viele Haushaltsgeräte direkt mit Solarstrom betrieben werden können.

Ein integriertes intelligentes Brandschutzsystem erkennt Gefahren, warnt sofort und startet automatische Löschung – für hohe Sicherheit. Dank IP65-Schutzklasse, Betrieb von –20 °C bis +55 °C und einer Geräuschentwicklung von unter 10 dB eignet sich das System auch für Balkon, Terrasse oder ähnlich beengte Räume.

Über die Jackery App lassen sich Verbrauch, Einspeisung und Speicherstatus komfortabel überwachen und steuern. Insgesamt bietet das Jackery HomePower 2000 Ultra eine leistungsfähige und vielseitige Lösung zur Eigenstromnutzung, die sich schnell amortisieren kann.


In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Punkte noch einmal für Sie zusammengefasst:

Das Jackery HomePower 2000 Ultra: Die wichtigsten Merkmale

Gewicht

26,4 kg

Maße

270 × 445 × 270 mm

IP-Schutzart

IP 65

Wechselrichter-Topologie

Isoliert

Zellchemie

LiFePO4

Kapazität

40 Ah

Batterie-Spannungsbereich

46,4-58,4 V DC

Maximaler Lade-/Entladestrom

40 A/40 A

 Kann ich mehrere Balkonkraftwerke auf einmal betreiben?

Ja, mehrere Balkonkraftwerke gleichzeitig zu betreiben ist grundsätzlich möglich, allerdings müssen dabei einige gesetzliche Vorgaben und technische Punkte beachtet werden.

Rechtlich gilt: Entscheidend ist nicht die Anzahl der Anlagen, sondern die Gesamtleistung der Wechselrichter, die am Endstromkreis betrieben werden. In Deutschland dürfen aktuell bis zu 800 W Einspeiseleistung pro Stromkreis ohne aufwendige Anmeldung laufen, eine vereinfachte Anmeldung beim Netzbetreiber bleibt aber dennoch notwendig. Werden mehrere Balkonkraftwerke betrieben, dürfen sie nicht gemeinsam die zulässige Einspeisegrenze überschreiten und müssen normgerecht angeschlossen sein.

Warum mehrere Anlagen? Das kann sinnvoll sein, wenn mehrere Standorte (z. B. Balkon + Gartenhaus) genutzt werden oder um den Ertrag über den Tag zu verteilen – etwa Ost- und Westausrichtung für längere Sonnenernte. Auch mit Speicherlösungen kann sich eine Kombination lohnen.

Verbindung: Jede Anlage benötigt eine eigene Steckdose, idealerweise auf getrennten Stromkreisen, um Überlastungen zu vermeiden. Für größere Setups empfiehlt sich die Beratung durch eine Elektrofachkraft.

 

FAQs

1) Was passiert, wenn ich 800 Watt einspeise?

Bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte passiert nichts Kritisches: 800 W sind erlaubt. Überschreiten Sie die Grenze, kann der Netzbetreiber das ablehnen oder einen normgerechten Anschluss verlangen.

 

2) Wie bekomme ich die Einspeisevergütung für ein Balkonkraftwerk?

Sie müssen Ihr Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber anmelden und im Marktstammdatenregister eintragen. Erst dann kann die Einspeisevergütung ausgezahlt werden.

 

3) Ist es möglich, ein Balkonkraftwerk ohne Einspeisung zu betreiben?

Ja. Mit Speicher oder speziellen Off-Grid-Systemen können Sie den erzeugten Strom direkt nutzen, ohne ins öffentliche Netz einzuspeisen.

 

4) Wie viel Strom darf ich mit einem Balkonkraftwerk ins Netz einspeisen?

In Deutschland sind aktuell 800 W Einspeiseleistung erlaubt. Die tatsächliche Modulleistung darf höher sein, aber der Wechselrichter begrenzt auf 800 W.

 

5) Wird die Einspeisevergütung automatisch ausgezahlt?

Nein, sie erfolgt nicht automatisch. Du brauchst eine korrekte Anmeldung, einen Vertrag und eine Zählererfassung, damit der Netzbetreiber die Vergütung auszahlt.

 

Fazit

Die Einspeisung beim Balkonkraftwerk kann sinnvoll sein, spielt finanziell jedoch eine untergeordnete Rolle. Da die Vergütung sehr niedrig ist, bleibt der Eigenverbrauch der wichtigste Faktor für eine schnelle Amortisation. Wer möglichst viel des selbst erzeugten Solarstroms direkt nutzt, spart am meisten.

Entscheidend ist also nicht der Ertrag aus der Vergütung, sondern die Reduktion des Netzstrombezugs. Moderne Lösungen wie das Jackery HomePower 2000 Ultra unterstützen genau diesen Ansatz. Mit hoher Effizienz, Speicheroption und smartem Energiemanagement ermöglicht Jackery maximale Eigenstromnutzung und zeigt, wie Balkonkraftwerke heute optimal eingesetzt werden können.

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