Ein Balkonkraftwerk ist eine beliebte Alternative zur klassischen PV-Anlage auf dem Dach. Balkonkraftwerke sind günstiger, flexibler und einfacher zu installieren. Sie eignen sich auch für Mieter und können beispielsweise an der Hauswand oder am Balkongeländer angebracht oder auch einfach im Garten aufgestellt werden.
Doch wie ist so ein Balkonkraftwerk eigentlich aufgebaut und was hat es mit dem Wechselrichter des Balkonkraftwerks auf sich? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie der Wechselrichter bei einem Balkonkraftwerk funktioniert und worauf Sie bei der Auswahl des Wechselrichters achten müssen. Außerdem stellen wir Ihnen das neue Balkonkraftwerk von Jackery vor: Das Jackery HomePower 2000 Ultra.
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Übersicht: Die wichtigsten Punkte: |
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Was ist ein Wechselrichter für ein Balkonkraftwerk?
Ein Wechselrichter ist das Herzstück eines Balkonkraftwerks. Er sorgt dafür, dass der von den Solarmodulen erzeugte Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umgewandelt wird – also in die Form von Strom, die im Haushalt genutzt werden kann. Ohne Wechselrichter könnte der produzierte Solarstrom nicht in das häusliche Stromnetz eingespeist oder für Geräte verwendet werden.
Die Bedeutung des Wechselrichters geht allerdings weit über die reine Umwandlung des Stroms hinaus: Er steigert die Effizienz des gesamten Balkonkraftwerks, schützt die Technik vor Überlastung und sorgt für eine stabile Einspeisung ins Hausnetz. Ein gut abgestimmter Wechselrichter trägt damit direkt dazu bei, die Stromrechnung zu senken und den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom zu erhöhen.
Um das Beste aus einem Wechselrichter herauszuholen, sollte man darauf achten, dass seine Leistung zur Gesamtleistung der Solarmodule passt. Eine gute Ausrichtung und Sauberkeit der Module sind ebenfalls entscheidend, damit der Wechselrichter möglichst effizient arbeiten kann. Moderne Geräte bieten oft eine App oder ein Online-Portal, über das man die Stromproduktion in Echtzeit überwachen kann. So lassen sich Erträge besser kontrollieren und optimieren.
Wie funktioniert ein Wechselrichter für ein Balkonkraftwerk?
Ein Wechselrichter für ein Balkonkraftwerk funktioniert nach einem klaren technischen Ablauf: Zunächst wird das Sonnenlicht in den Solarmodulen in Gleichstrom (DC) umgewandelt – dieser fließt anschließend in den Wechselrichter.
Dieser übernimmt zwei wichtige Aufgaben: Erstens die Umwandlung des Gleichstroms in netzkonformen Wechselstrom (AC), damit er in Haushalt und Netz eingespeist werden kann.
Zweitens die Synchronisation mit dem Hausnetz: Der Wechselrichter sorgt dafür, dass Spannung und Frequenz passen, und dass der Strom korrekt in das Netz beziehungsweise den Verbrauchskreis gelangt.
Im Detail läuft das so: Die Solarpanel liefern Gleichspannung, diese geht zum Wechselrichter, dort wird mittels Leistungselektronik und oft einem MPPT-Tracker die maximale Leistung ausgekoppelt. Anschließend wird der Wechselstrom entweder direkt im Haus verbraucht oder bei Überschuss in das öffentliche Netz eingespeist.
Wenn ein Speicher verbaut ist, kann der Wechselrichter auch mit Ladeelektronik und Steuerung agieren – der Gleichstrom wird ggf. zuerst in den Speicher geleitet, bevor der Verbrauch erfolgt.
Diese Funktionsweise macht den Wechselrichter zur Schlüsselkomponente jedes Balkonkraftwerks: Ohne ihn wäre der erzeugte Strom nicht nutzbar bzw. nicht netzkompatibel.

Welche Arten von Wechselrichtern gibt es für Balkonkraftwerke?
Die Wahl des richtigen Wechselrichters ist für ein Balkonkraftwerk essenziell. Nur mit einem optimal passenden Gerät lässt sich ein hoher Eigenverbrauch realisieren, die maximale Leistung ausschöpfen und gleichzeitig Netz- sowie Sicherheitsanforderungen erfüllen. Es gibt drei Haupttypen von Wechselrichtern:
1. Mikro-Wechselrichter
· Wird direkt an Modul oder hinter jedem Solarmodul installiert, wandelt dort individuell Gleichstrom in Wechselstrom um.
· Vorteile: Jedes Modul arbeitet unabhängig, Teilverschattung oder unterschiedliche Ausrichtungen stören nicht das Gesamtsystem.
· Nachteile: Mehr Geräte → höhere Kosten, aufwendigere Montage.
2. String-Wechselrichter
· Mehrere Module werden in Serie („String“) geschaltet, deren gesammelter Gleichstrom von einem zentralen Wechselrichter umgewandelt wird.
· Vorteile: Kostengünstiger bei gleichmäßiger Modulanordnung und kaum Verschattung.
· Nachteile: Ein verschattetes Modul kann die Leistung des gesamten Strangs beeinträchtigen.
3. Modul-Wechselrichter
· Diese Variante ähnelt dem Mikro-Wechselrichter, wird aber als Modul integriert oder für wenige Module gemeinsam verwendet. Hier liegt die Umwandlung näher beim Modul.
· Vorteil: Flexibler als String, einfache Erweiterung, gutes Monitoring möglich.
· Nachteil: Teurer, wärmeempfindlicher und bei Defekten schwerer zugänglich als zentrale Systeme.
In Deutschland gilt für steckerfertige Balkonkraftwerke: Der Wechselrichter darf eine maximale Einspeiseleistung von 800 W haben. Üblicherweise ist eine Anmeldung im Marktstammdatenregister erforderlich. Zudem müssen technische Anforderungen wie Rückflussschutz, Normen der VDE sowie die Einhaltung der Netzvorgaben erfüllt werden.
Grundsätzlich sind je nach Größe des Wechselrichters folgende Unterschiede zu beachten:
· Ein 400 W-Wechselrichter eignet sich für sehr kleine Anlagen mit wenigen Modulen und geringem Strombedarf. Er kostet meist weniger und bringt die Grundversorgung mit Solarstrom.
· Ein 800 W-Modell ist das derzeit maximal legal zugelassene für Balkonkraftwerke in Deutschland und ermöglicht deutlich höheren Ertrag – besonders bei guter Sonneneinstrahlung.
· Größere Wechselrichter (über 800 W) kommen meist bei stationären Photovoltaikanlagen zum Einsatz, sind für Balkonkraftwerke aber rechtlich eingeschränkt oder nur mit aufwendiger Anmeldung zulässig.
Wie viel kostet ein Wechselrichter für ein Balkonkraftwerk?
Die Kosten für einen Wechselrichter bei einem Balkonkraftwerk hängen stark von der Leistung, der Bauart und den Zusatzfunktionen ab. Günstige Modelle mit kleiner Leistung bis etwa 300 W sind bereits ab rund 100 bis 200 Euro erhältlich und eignen sich für einfache Anlagen oder Einsteiger.
Geräte mit mittlerer Leistung bis etwa 600 W liegen meist im Bereich von 150 bis 300 Euro, während hochwertige Mikro- oder Modulwechselrichter mit Zusatzfunktionen wie WLAN-Monitoring, App-Anbindung oder mehreren MPP-Trackern auch über 300 Euro kosten können.
Für ein typisches Balkonkraftwerk mit einer Einspeiseleistung bis 800 W, also der derzeit gesetzlich zulässigen Obergrenze in Deutschland, sollte man insgesamt etwa 100 bis 300 Euro für den Wechselrichter einplanen.
In Komplettsets, die zusätzlich Solarmodule und Montagematerial enthalten, macht der Wechselrichter meist nur einen Teil des Gesamtpreises von 300 bis 500 Euro aus.
Generell gilt: Je höher die Leistung und je umfangreicher die Ausstattung, desto teurer ist das Gerät. Dafür steigt aber auch der Wirkungsgrad und die Möglichkeit, den Eigenverbrauch optimal zu nutzen.

Installation und Anschluss von Wechselrichtern für Balkonkraftwerke
Bei der Installation eines Wechselrichters für ein Balkonkraftwerk gelten einige grundlegende Regeln:
· Der Wechselrichter muss gut belüftet und vor Witterung geschützt montiert werden.
· Er sollte möglichst nahe bei den Solarmodulen installiert sein, damit die Gleichstrom-Kabel (DC) kurz bleiben und Leistungsverluste minimiert werden.
· Vor Inbetriebnahme ist die Anlage korrekt anzumelden (z. B. im Marktstammdatenregister) und die Netzanschlussbedingungen des Netzbetreibers sind zu beachten.
Bei der Auswahl des geeigneten Ortes für das Balkonkraftwerk beziehungsweise für die Module können diese Locations sinnvoll sein:
· Balkonbrüstung oder Balkonfläche mit guter Sonnenausrichtung
· Hauswand oder Garagenseite mit freier Sicht auf Süden oder Südwesten
· Innenraumnahe Stelle für den Wechselrichter – beispielsweise ein Technikschrank oder Nebenraum – allerdings mit ausreichender Belüftung
Für den Anschluss des Wechselrichters, insbesondere im Hinblick auf ein- und dreiphasige Modelle, haben wir folgende Tipps für Sie:
· Ob Sie an Phase 1 (L1), Phase 2 oder Phase 3 anschließen, spielt im Regelfall kaum eine Rolle. Moderne Stromzähler saldieren Einspeisung und Verbrauch über alle drei Phasen.
· Der Anschluss auf Phase 1 ist erlaubt, solange es sich um die zulässige Leistung handelt und die Netzbetreiber- und Gerätevorgaben eingehalten werden.
· Ein 3-Phasen-Wechselrichter ist teurer als ein einphasiger. Das hat mehrere Gründe: Er verteilt die Last gleichmäßig auf drei Phasen, erfordert aufwendigere Hardware und ist für größere Anlagen ausgelegt.
· Wenn Sie ein Balkonkraftwerk betreiben, müssen Sie nicht zwingend tiefgehendes Wissen über Ein- oder Dreiphasenstrom haben – beim typischen Modul mit bis zu 800 W reicht ein einfaches einphasiges System, und viele Geräte sind als Plug & Play ausgelegt.
Balkonkraftwerke mit integriertem Wechselrichter sind eine ideale Alternative zu einer komplizierten PV-Anlage. Im nächsten Abschnitt stellen wir Ihnen das neue Jackery HomePower 2000 Ultra Balkonkraftwerk vor.
Entdecken Sie das neue Jackery HomePower 2000 Ultra
Das Jackery HomePower 2000 Ultra ist ein innovatives Balkonkraftwerk, das durch seine hohe Leistungsfähigkeit und einfache Handhabung überzeugt. Mit einer Solareingangsleistung von bis zu 2.800 W ermöglicht das System – dank flexibler Konfiguration und der Parallelschaltung von bis zu vier Solarpanels – einen besonders hohen Energieertrag. Dadurch lassen sich Stromkosten von bis zu 1.304 € pro Jahr einsparen, sodass sich die Anlage bereits nach etwa zwei Jahren amortisiert.
Der integrierte AC-Eingang mit 2.300 W und AC-Ausgang mit 1.500 W sorgt für eine stabile Energieversorgung. Für maximale Sicherheit ist ein intelligentes Brandschutzsystem integriert, das potenzielle Gefahren automatisch erkennt, einen Alarm auslöst und selbstständig löscht. Mit einer Messpräzision von 10 W in nur drei Sekunden arbeitet das Jackery HomePower 2000 Ultra besonders effizient und vermeidet Energieverluste.
Über die Jackery Home App lassen sich dynamische Stromtarife intelligent steuern. Zudem ermöglicht die Hybrid Charge-Technologie eine schnelle Aufladung auf 80 % in nur 52 Minuten. Die flexible Kapazität von 2 bis 8 kWh, der Betriebstemperaturbereich von –20 °C bis +55 °C, die IP65-Wasserdichtigkeit sowie eine 10-jährige Garantie unterstreichen die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit des Systems.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Merkmale des Jackery HomePower 2000 Ultra übersichtlich zusammen.
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Das Jackery HomePower 2000 Ultra: Die wichtigsten Merkmale |
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Gewicht |
26,4 kg |
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Maße |
270 × 445 × 270 mm |
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IP-Schutzart |
IP 65 |
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Wechselrichter-Topologie |
Isoliert |
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Zellchemie |
LiFePO4 |
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Kapazität |
40 Ah |
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Batterie-Spannungsbereich |
46,4-58,4 V DC |
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Maximaler Lade-/Entladestrom |
40 A/40 A |
Worauf sollte ich beim Kauf eines Wechselrichters für mein Balkonkraftwerk achten?
Oft sind Wechselrichter bereits im Balkonkraftwerk integriert. Sollte das nicht der Fall sein, haben wir unsere besten Tipps zusammengestellt, die Ihnen bei der Auswahl des passenden Wechselrichters helfen:
· Eingangsleistung: Der Wechselrichter sollte zur Leistung der Solarmodule passen – idealerweise etwas höher dimensioniert, um Energieverluste zu vermeiden.
· Eingangsspannungsbereich: Achten Sie auf einen breiten Spannungsbereich, damit der Wechselrichter auch bei schwacher Sonneneinstrahlung stabil arbeitet.
· Temperaturkoeffizient: Gibt an, wie stark sich die Leistung bei hohen Temperaturen verändert – je geringer der Wert, desto effizienter arbeitet das Gerät bei Hitze.
· Wirkungsgrad: Ein hoher Wirkungsgrad (mind. > 95 %) sorgt dafür, dass möglichst wenig Energie bei der Umwandlung verloren geht.
· Betriebstemperaturbereich: Der Wechselrichter sollte auch bei extremen Temperaturen (z. B. –20 °C bis +60 °C) zuverlässig funktionieren.
· Schutzklasse / IP-Schutz: Achten Sie auf eine hohe Schutzart (mind. IP65) – wichtig für den Außeneinsatz auf Balkon oder Terrasse.
· Kommunikationsschnittstellen: Modelle mit WLAN oder Bluetooth ermöglichen Monitoring per App, um Erträge und Status bequem zu überwachen.
· Sicherheitsfunktionen: Integrierter Überspannungs-, Überlast- und Brandschutz erhöhen die Betriebssicherheit.
· Garantiezeit: Gute Hersteller bieten mindestens 5, besser 10 Jahre Garantie – ein Zeichen für Qualität und Langlebigkeit.
· Kompatibilität: Der Wechselrichter muss zu Ihren Solarmodulen, Steckverbindungen (z. B. Schuko oder Wieland) und Netzanforderungen passen.
· Preis-Leistungs-Verhältnis: Nicht nur auf den Anschaffungspreis achten – Effizienz, Garantie und Haltbarkeit bestimmen die tatsächlichen Betriebskosten.
· Zertifizierungen und Normen: Geräte sollten VDE-konform (z. B. DIN VDE 4105, 0126-1-1) sein, um die gesetzlichen Anforderungen in Deutschland zu erfüllen.
Welcher Wechselrichter ist am besten für 4 Module?
Für vier Solarmodule eignet sich am besten ein Mikro- oder Modulwechselrichter mit zwei MPP-Trackern. Diese Geräte können die Leistung jedes Moduls oder Modulpaars individuell optimieren, was besonders bei unterschiedlichen Ausrichtungen oder Teilverschattung vorteilhaft ist. Ein 800-W-Mikrowechselrichter ist ideal, da er die in Deutschland zulässige maximale Einspeiseleistung nutzt.
Alternativ kann auch ein kleiner String-Wechselrichter verwendet werden, wenn alle Module gleich ausgerichtet sind. Wichtig ist, dass der Wechselrichter zur Gesamtleistung und Spannung der Module passt und VDE-konform zertifiziert ist.
FAQs
1) Welcher Wechselrichter ist der beste für Balkonkraftwerke?
Ein Mikro- oder Modulwechselrichter mit bis zu 800 W ist ideal, da er effizient, sicher und einfach zu installieren ist.
2) Was bringt ein 2000 Watt Balkonkraftwerk mit 800 Watt Wechselrichter?
Es erzeugt mehr Energie, als gleichzeitig eingespeist werden darf – der Wechselrichter begrenzt die Einspeisung auf 800 W, liefert aber auch bei schwacher Sonne konstant Leistung.
3) Welche Wechselrichter sind für ein Balkonkraftwerk erlaubt?
Nur VDE-zertifizierte Geräte mit maximal 800 W Ausgangsleistung sind in Deutschland zulässig.
4) Ist ein Balkonkraftwerk mit über 2000 Watt ab 2025 erlaubt?
Nein, aktuell bleibt die Einspeiseleistung auf 800 W begrenzt. Größere Anlagen gelten als normale PV-Systeme und müssen angemeldet werden.
5) Ist es egal, in welche Steckdose Balkonkraftwerk zu gehen?
Nein, empfohlen ist eine eigene Steckdose, idealerweise eine Wieland-Steckdose – sie ist sicherer als eine normale Schuko-Steckdose.
Fazit
Der Wechselrichter ist das Herzstück jedes Balkonkraftwerks. Ohne ihn kann der erzeugte Solarstrom nicht im Haushalt genutzt werden. Ein passender Wechselrichter für Balkonkraftwerke sorgt dafür, dass die Energie effizient, sicher und netzkonform umgewandelt wird. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Leistung, den Wirkungsgrad, die Schutzklasse und die Kompatibilität mit den Solarmodulen an.
Für die meisten Balkonkraftwerke eignen sich Mikro- oder Modulwechselrichter bis 800 W, da sie einfach zu installieren sind und eine optimale Nutzung der Sonnenenergie ermöglichen. Hochwertige Modelle mit App-Steuerung oder Monitoring-Funktionen helfen zusätzlich, den Eigenverbrauch zu maximieren.
Mit Jackery steht Ihnen ein innovatives Komplettsystem mit integriertem Wechselrichter zur Verfügung. Es bietet hohe Effizienz, flexible Kapazität, intelligente Steuerung und maximale Sicherheit – ideal für alle, die Solarenergie ohne komplizierte Technik nutzen möchten.