In einem ruhigen Dachgeschoss in Bad Krozingen, wo der Schwarzwald Nebel sich morgens noch wie ein alter Freund an die Ziegel schmiegt, steht Albrecht Strickler auf seinem kleinen Südbalkon und zeigt auf zwei Solarmodule. 320 Watt pro Stück – kaum größer als ein Biergartentisch.
„Ich war zwei Jahre mit dem Gedanken schwanger“, sagt er trocken und lacht sein kurzes, raues Lachen. Nächste Woche wird er 72.
Der gelernte Installateur, Heizungsbaumeister und ehemalige Reinraum-Planer für Fraunhofer- und Max-Planck-Institute hat sich im Oktober 2025 endlich seinen ersten richtigen Batteriespeicher geleistet – eine Jackery HomePower 2000 Ultra. Sie steht draußen, direkt neben den Modulen, schwarz und kompakt wie ein Werkzeugkoffer, der einfach seinen Dienst tut.
„Wenn ich im Urlaub bin und die Kiste im Wohnzimmer brennt, will ich das nicht“, sagt er. Punkt. Das war von Anfang an der Punkt, der ihn wirklich beruhigt und überzeugt hat.
Albrecht hat sich nie leicht untergeordnet. Schon als junger Geselle in Karlsruhe spürte er, wenn etwas nicht stimmte – zu wenig Lohn, zu viel Schlamperei, Chefs, die lieber schnell als richtig entschieden.
„Ich war immer ein bisschen aufmüpfig“, sagt er mit schiefem Lächeln, während er Kaffee einschenkt. 1990 reichte es endgültig. Er machte sich selbstständig, baute eine Firma mit bis zu fünfzehn Mitarbeitern auf und plante Reinräume quer durch Deutschland – sterile Welten, in denen die Luft zwanzigmal pro Stunde umgewälzt werden musste. „Jedes Kuhl ist uns cool“ hieß damals der Firmenspruch. Genau dort, wo Energieverschwendung Alltag war, lernte er, Ströme präzise zu lenken und Verluste zu minimieren.
Mit 68 ging er in Rente – aber nicht in Ruhe. In Bad Krozingen gründete er mit vier anderen Rentnern (und einem Jüngeren) eine kleine, hartnäckige Truppe im Arbeitskreis Klimaschutz. Jedes Jahr ziehen sie beim Stadtfest „Gemeinsam sind wir Heimat“ mit einem selbstgebauten Solar-Anhänger durch die Menge und zeigen Mietern, wie man ganz legal eigenen Strom erzeugt.
Zwei Balkonmodule hingen schon länger an Albrechts Geländer. Durch konsequente Optimierung – alte Geräte ersetzt, Standby-Verluste eliminiert, jeden Verbraucher genau im Blick – hatte er seinen Jahresverbrauch bereits von 2.000 auf 1.200 Kilowattstunden gedrückt. Doch tagsüber floss der selbst erzeugte Strom ins Netz, nachts kam teurer Strom zurück. Das nagte am alten Planer wie ein undichter Heizkörper.
Zwei Jahre lang prüfte er Speicherlösungen, verglich Datenblätter, las Foren bis tief in die Nacht. Immer wieder der Gedanke an Brandsicherheit in der Dachwohnung. Bis ein Gruppenkollege ihn auf Jackery brachte. Die HomePower 2000 Ultra darf draußen stehen, erfüllt höchste Brandschutz-Standards und ist trotzdem so leicht, dass ein fast 72-Jähriger sie allein bewegen kann. Das war’s.
Seit Oktober bestimmt die Jackery-App den Rhythmus des Tages.
Morgens, wenn der Nebel sich lichtet, wirft Albrecht als Erstes einen Blick auf die Leistungskurve – nicht aufs Wetter, sondern auf die Sonne. Scheint sie kräftig, startet mittags die Waschmaschine. Die Spülmaschine wird auf 13 Uhr geschoben. Will er einen Kuchen backen, fragt er die App: „Wie viel Ertrag habe ich heute? Darf ich jetzt ziehen oder warten?“ Kühlschrank, Staubsauger, E-Bike-Ladung – alles tanzt nach dem Sonnenstand.
„Ich bin jetzt mein eigener Energiemanager“, sagt er, und in seiner Stimme schwingt eine leise, fast überraschte Zufriedenheit mit.
Als Ingenieur achtet er bei der Nutzung des Produkts besonders auf Details und hat einige konstruktive technische Vorschläge eingebracht – etwa den Wunsch nach künftig flexibleren Optionen für das Lademanagement. Diese Ideen hat er an den deutschen Kundenservice weitergegeben, dessen Effizienz und Professionalität einen starken Eindruck bei ihm hinterlassen haben. Er empfindet es als eine wirklich bereichernde Erfahrung, die Marke dabei unterstützen zu können, das Produkt noch weiter zu verbessern.
Im Dezember wird Albrecht seiner PV-Gruppe berichten, wie der erste Winter mit Speicher wirklich lief – mit allen Zahlen, allen Kurven, allen kleinen Erkenntnissen aus dem ganz normalen Alltag. Im Frühjahr entscheiden die fünf Rentner gemeinsam, ob sie künftig auch Speicher offiziell empfehlen. Und Albrecht ist sich sicher: Das werden sie – aber nur zusammen mit seinem Lieblingssatz:
„Ich hab mir einfach mal fünf Minuten genommen und geschaut, wann bei mir wirklich Strom gebraucht wird. Seitdem läuft die Waschmaschine mittags, der Kuchen backt bei Sonnenschein – und aus zwei kleinen Modulen hol ich plötzlich richtig was raus.“
Er freut sich auf die warmen Monate, in denen die Sonne den ganzen Tag hereinströmt, der Kühlschrank eiskalt bleibt, die Ventilatoren leise summen und jeder Watt von seinen zwei Modulen direkt in die Jackery und weiter ins Haus fließt.
Und vor allem freut er sich darauf, dass immer mehr Nachbarn neugierig über den Balkon schauen, dass Otto und Achim mit ihren Anlagen kommen und fragen, dass auf dem nächsten Stadtfest wieder ein paar Dutzend Mieter mehr verstehen: Unabhängigkeit ist kein Luxus – sondern eine Frage von klugen Gewohnheiten und einem soliden Stück Technik.
„Das ist gut, das ist sicher – und wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt, dann lohnt es sich wirklich.“
Das ist der kleine, aber beständige Funke, den Albrecht Strickler weitergeben will – Kilowattstunde für Kilowattstunde, Nachbar für Nachbar, Jahr für Jahr.
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