Balkonkraftwerk Rentabilitätsrechner: Reale Einsparungen abschätzen

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In Deutschland sind Balkonkraftwerke besonders für Mieter, Wohnungseigentümer und Haushalte ohne klassische Dach-PV interessant. Sie lassen sich vergleichsweise einfach installieren, können den täglichen Grundverbrauch senken und machen den Einstieg in Solarenergie deutlich zugänglicher. Mit einem Speicher steigt die Chance, Solarstrom nicht nur mittags, sondern auch abends zu nutzen.

Dieser Leitfaden erklärt, wie sich die Profitabilität eines Balkonkraftwerks berechnen lässt, welche Ersparnisse realistisch sind und welche Rolle Systemgröße, Strompreis, Eigenverbrauch und Speicher spielen.

Bedeutende Erkenntnisse:

  • Die Profitabilität eines Balkonkraftwerks hängt vor allem von Jahresertrag, Eigenverbrauch, Strompreis und Anschaffungskosten ab.
  • Ein typisches 800-Watt-Balkonkraftwerk kann in Deutschland grob 100 bis 250 € pro Jahr sparen, je nach Standort, Ausrichtung und Eigenverbrauch.
  • Ohne Speicher amortisiert sich ein günstiges Balkonkraftwerk oft schneller, weil die Investition niedriger ist. Mit Speicher steigt dagegen der Eigenverbrauch und damit die nutzbare Solarstrommenge.
  • Die einfache Formel für die jährliche Ersparnis lautet:Jahresertrag × Eigenverbrauchsquote × Strompreis pro kWh.
  • Die tägliche Produktion schwankt stark. Ein 800-Watt-System erzeugt im Jahresdurchschnitt etwa 1,6 bis 2,4 kWh pro Tag, an sehr sonnigen Sommertagen deutlich mehr und im Winter deutlich weniger.
  • Für vereinfachte Balkonkraftwerke in Deutschland sind in der Regel bis zu 2.000 W Modulleistung und maximal 800 VA Wechselrichterleistung relevant. Größere Systeme müssen meist als reguläre PV-Anlage betrachtet werden.
  • Ein Balkonkraftwerk mit Speicher, etwa der Jackery SolarVault 3 Pro, kann besonders sinnvoll sein, wenn tagsüber Solarstrom übrig bleibt und der Haushalt abends mehr Energie benötigt.
  • Ein Balkonkraftwerk-Rechner, zum Beispiel der Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin, hilft dabei, Ertrag, Einsparung und Amortisationszeit für den eigenen Standort realistischer einzuschätzen.

 

Was bedeutet „Balkonkraftwerk Profitability“?

Die Profitabilität eines Balkonkraftwerks beschreibt, wie schnell sich die Anschaffungskosten durch selbst erzeugten und selbst verbrauchten Solarstrom wieder ausgleichen. Einfach gesagt: Je mehr Solarstrom Sie direkt im Haushalt nutzen, desto weniger Strom müssen Sie vom Netz kaufen – und desto schneller rechnet sich die Anlage.

In Deutschland ist diese Rechnung besonders interessant, weil Steckersolargeräte inzwischen einfacher nutzbar sind. Die Bundesnetzagentur nennt für Balkonsolaranlagen aktuell bis zu 2.000 W Modulleistung und maximal 800 VA Wechselrichterleistung als Grenze für die vereinfachten Regeln.

Warum Eigenverbrauch entscheidend ist

Ein Balkonkraftwerk verdient in der Regel kein Geld durch Einspeisung, sondern spart Stromkosten. Der wichtigste Punkt ist daher der Eigenverbrauchsanteil. Läuft tagsüber ein Kühlschrank, Router, Laptop, eine Waschmaschine oder ein Speicher, kann mehr Solarstrom direkt genutzt werden.

Ohne Speicher geht ein Teil der Erzeugung oft ungenutzt ins Netz, besonders wenn mittags niemand zu Hause ist. Mit einem passenden Speicher lässt sich überschüssiger Strom in den Abend verschieben. Dadurch steigt die Profitabilität, weil mehr selbst erzeugte Energie im eigenen Haushalt bleibt.

Beispielrechnung für die Rentabilität

Bei einem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von etwa 32 bis 35 Cent pro kWh in Deutschland Anfang 2026 kann jede selbst genutzte Kilowattstunde spürbar Kosten senken.

Beispiel

Ohne Speicher

Mit Speicher

Jährliche Erzeugung

ca. 700–900 kWh

ca. 700–900 kWh

Eigenverbrauchsquote

ca. 50–70 %

ca. 75–90 %

Selbst genutzter Strom

ca. 350–630 kWh

ca. 525–810 kWh

Ersparnis bei 0,33 €/kWh

ca. 116–208 € pro Jahr

ca. 173–267 € pro Jahr

Typische Amortisationszeit

ca. 4–7 Jahre

abhängig vom Speicherpreis, oft länger, aber mit mehr Autarkie

Diese Werte sind Näherungen. Standort, Ausrichtung, Verschattung, Modulgröße, Haushaltsverbrauch und Stromtarif verändern das Ergebnis deutlich.

Welche Faktoren beeinflussen die Profitabilität?

Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem davon ab, wie gut die Anlage zum Alltag passt. Ein Südbalkon mit wenig Schatten liefert meist mehr Ertrag als ein schattiger Nordbalkon. Auch Ost-West-Ausrichtungen können sinnvoll sein, weil sie morgens und abends Strom liefern, wenn viele Haushalte eher zu Hause sind.

Wichtig sind außerdem:

Anschaffungskosten für Module, Wechselrichter, Halterung und optionalen Speicher

  • Strompreis pro kWh
  • tatsächlicher Eigenverbrauch
  • Qualität und Lebensdauer der Komponenten
  • einfache Installation und geringe Wartungskosten
  • Möglichkeit, die Anlage später zu erweitern

Ein System mit Speicher, wie etwa ein Jackery SolarVault 3 Pro, kann besonders dann interessant sein, wenn tagsüber viel Solarstrom entsteht, aber der Verbrauch eher abends stattfindet. Der finanzielle Vorteil kommt hier nicht nur aus dem Jahresertrag, sondern aus der besseren Nutzung des erzeugten Stroms.

Wann ist ein Balkonkraftwerk besonders profitabel?

Ein Balkonkraftwerk lohnt sich meist am stärksten, wenn der Haushalt tagsüber einen konstanten Grundverbrauch hat. Dazu gehören Kühlschrank, WLAN-Router, Homeoffice-Geräte, Standby-Verbraucher oder regelmäßig laufende Haushaltsgeräte. Je höher dieser Grundverbrauch ist, desto weniger Solarstrom wird verschenkt.

Besonders gute Voraussetzungen sind:

  • hoher Strompreis
  • sonniger Standort ohne starke Verschattung
  • gute Modulfläche, zum Beispiel Balkon, Terrasse, Garage oder Garten
  • Stromverbrauch tagsüber oder Speicher für den Abend
  • langfristige Nutzung über viele Jahre
jackery solarvault 3

 

Wie viel kann ein Balkonkraftwerk in Deutschland sparen?   

Ein Balkonkraftwerk spart in Deutschland vor allem dadurch Geld, dass weniger Strom aus dem Netz gekauft werden muss. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom ersetzt Haushaltsstrom, der sonst über den Stromanbieter bezahlt würde.

Bei Strompreisen von grob 0,30 bis 0,40 € pro kWh kann selbst eine kleine Anlage über das Jahr spürbare Entlastung bringen. Reuters nannte für Anfang 2025 einen durchschnittlichen Strompreis von etwa 0,38 €/kWh in Deutschland; je nach Tarif und Region können die tatsächlichen Kosten aber abweichen. (Datenquelle: Reuters)

In Deutschland gelten für vereinfachte Steckersolargeräte aktuell wichtige Leistungsgrenzen: bis zu 2.000 W Modulleistung und maximal 800 VA Wechselrichterleistung. Diese Grenze ist wichtig, weil viele Ertrags- und Sparberechnungen nicht nur von der Modulgröße abhängen, sondern auch davon, wie viel Leistung tatsächlich ins Hausnetz eingespeist werden darf.

Beispiel: jährliche Einsparung eines Balkonkraftwerks

Die tatsächliche Ersparnis hängt von Standort, Ausrichtung, Verschattung, Modulgröße, Strompreis und Eigenverbrauch ab. Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk kann in Deutschland je nach Bedingungen grob 500 bis 900 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Entscheidend ist aber nicht nur die Erzeugung, sondern wie viel davon direkt im Haushalt genutzt wird.

Balkonkraftwerk-Szenario

Geschätzter Jahresertrag

Eigenverbrauch

Selbst genutzter Strom

Ersparnis bei 0,35 €/kWh

600 W ohne Speicher

ca. 450–650 kWh

50–70 %

ca. 225–455 kWh

ca. 79–159 € pro Jahr

800 W ohne Speicher

ca. 600–850 kWh

50–70 %

ca. 300–595 kWh

ca. 105–208 € pro Jahr

800 W mit Speicher

ca. 600–850 kWh

75–90 %

ca. 450–765 kWh

ca. 158–268 € pro Jahr

Bis 2.000 W Module + 800 VA Wechselrichter mit Speicher

ca. 900–1.500 kWh

75–90 %

ca. 675–1.350 kWh

ca. 236–473 € pro Jahr

Diese Tabelle ist als realistische Orientierung gedacht, nicht als feste Garantie. Ein Südbalkon mit wenig Schatten, guter Neigung und hohem Tagesverbrauch erreicht deutlich bessere Werte als ein verschatteter Standort mit geringem Eigenverbrauch.

Warum Speicher die Einsparung erhöhen kann

Ohne Speicher wird Solarstrom vor allem dann genutzt, wenn gerade Verbraucher laufen: Kühlschrank, Router, Laptop, Waschmaschine oder Ladegeräte. Entsteht mittags mehr Strom als der Haushalt benötigt, fließt der Überschuss häufig ohne große Vergütung ins Netz.

Ein Speicher verschiebt diesen Strom in den Abend. Dadurch steigt der Eigenverbrauch, was besonders für Haushalte interessant ist, die tagsüber wenig zu Hause sind.

Systeme wie Jackery SolarVault 3 Pro können hier helfen, mehr Solarstrom selbst zu nutzen, statt ihn ungenutzt abzugeben. Der Speicher erhöht aber auch die Anschaffungskosten, daher sollte man nicht nur die jährliche Ersparnis, sondern auch die Amortisationszeit betrachten.

Wann spart ein Balkonkraftwerk besonders viel?

Die höchste Ersparnis entsteht, wenn möglichst viel Solarstrom direkt im Haushalt landet. Gute Voraussetzungen sind ein sonniger Standort, wenig Verschattung, ein passender Stromverbrauch tagsüber und ein Stromtarif mit hohen Arbeitspreisen. Auch ein größerer Modulausbau bis zur erlaubten Grenze kann sinnvoll sein, solange der Wechselrichter die gesetzlichen Vorgaben einhält und der Haushalt den erzeugten Strom gut nutzen kann.

Kurz gesagt

Ein typisches Balkonkraftwerk kann in Deutschland oft etwa 100 bis 250 € pro Jahr sparen. Mit Speicher, guter Ausrichtung und hoher Eigenverbrauchsquote kann die jährliche Entlastung auch höher ausfallen. Für viele Haushalte ist ein Balkonkraftwerk deshalb kein schneller Gewinnbringer, sondern eine praktische Investition, die Stromkosten senkt und den eigenen Solarstromanteil im Alltag erhöht.

  

Welche Faktoren beeinflussen die Profitabilität eines Balkonkraftwerks?

Die Profitabilität eines Balkonkraftwerks hängt nicht nur von der Nennleistung der Solarmodule ab. Entscheidend ist, wie viel Strom die Anlage im Alltag erzeugt, wie viel davon direkt genutzt wird und wie hoch die Gesamtkosten des Systems sind. Zwei Balkonkraftwerke mit gleicher Leistung können deshalb sehr unterschiedliche Einsparungen bringen.

welche faktoren beeinflussen die profitabilität eines balkonkraftwerks

Standort und Sonneneinstrahlung

Der Standort ist einer der wichtigsten Faktoren. Ein Balkon in Süd-, Südost- oder Südwestlage erzielt meist höhere Erträge als ein stark verschatteter Nordbalkon. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle: In Süddeutschland ist die jährliche Sonneneinstrahlung oft höher als in vielen nördlichen Regionen.

Wichtig sind außerdem freie Sicht auf die Sonne, möglichst wenig Schatten durch Bäume, Nachbargebäude, Geländer oder Markisen und eine stabile Montagefläche. Schon kleine Verschattungen können den Ertrag spürbar senken, besonders wenn mehrere Module ungünstig miteinander verbunden sind.

Ausrichtung und Neigungswinkel der Solarmodule

Die höchste Jahresproduktion entsteht in Deutschland meist bei einer südlichen Ausrichtung und einem Neigungswinkel von etwa 30 bis 35 Grad. Das ist aber nicht immer die beste Lösung für jeden Haushalt. Eine Ost-West-Ausrichtung kann sinnvoll sein, wenn morgens und abends mehr Strom gebraucht wird, zum Beispiel vor und nach der Arbeit.

Für die Profitabilität zählt also nicht nur der maximale Ertrag auf dem Papier. Besser ist eine Ausrichtung, die zur eigenen Verbrauchszeit passt. Solarstrom, der genau dann entsteht, wenn Geräte laufen, spart am meisten.

Strompreis und zukünftige Preisentwicklung

Je höher der Strompreis, desto mehr ist jede selbst erzeugte Kilowattstunde wert. Bei einem Strompreis von 0,35 €/kWh spart eine selbst genutzte Kilowattstunde genau 35 Cent. Sinkt der Strompreis, verlängert sich die Amortisationszeit. Steigt er, rechnet sich das Balkonkraftwerk schneller.

Deshalb sollte man bei der Berechnung nicht nur mit dem aktuellen Tarif arbeiten, sondern auch einen kleinen Spielraum einplanen. Gerade in Europa schwanken Energiepreise je nach Markt, Anbieter und Vertragsmodell deutlich.

Anschaffungskosten des Systems

Die Investitionskosten bestimmen stark, wie schnell sich das Balkonkraftwerk amortisiert. Dazu gehören nicht nur Solarmodule und Wechselrichter, sondern auch Halterung, Kabel, Montagezubehör, eventuell ein Speicher und mögliche Zusatzgeräte wie Smart Meter oder App-Steuerung.

Ein sehr günstiges Set kann sich schnell rechnen, wenn es zuverlässig arbeitet. Ein hochwertigeres System kann langfristig attraktiver sein, wenn es effizienter, sicherer, erweiterbar und langlebiger ist. Entscheidend ist nicht nur der Kaufpreis, sondern das Verhältnis aus Kosten, Lebensdauer und nutzbarem Ertrag.

Eigenverbrauchsquote

Die Eigenverbrauchsquote ist einer der größten Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Sie beschreibt, welcher Anteil des erzeugten Solarstroms direkt im Haushalt genutzt wird. Ohne Speicher liegt sie oft niedriger, weil mittags häufig mehr Strom produziert wird, als gerade gebraucht wird.

Ein hoher Grundverbrauch verbessert die Rechnung. Kühlschrank, Router, Homeoffice-Geräte, Ladegeräte oder eine Wärmepumpe im passenden Leistungsbereich können helfen, Solarstrom sofort zu verbrauchen. Auch das bewusste Verschieben von Waschmaschine, Geschirrspüler oder Ladezeiten in sonnige Stunden erhöht die Ersparnis.

Speicher und intelligentes Energiemanagement

Ein Speicher kann die Profitabilität verbessern, wenn tagsüber viel Solarstrom übrig bleibt und der Haushalt abends mehr Strom benötigt. Statt Überschüsse ins Netz abzugeben, wird der Strom zwischengespeichert und später genutzt.

Dabei sollte man die Mehrkosten realistisch einrechnen. Ein Speicher erhöht nicht automatisch die Rendite, kann aber den Eigenverbrauch deutlich steigern und mehr Unabhängigkeit schaffen. Lösungen wie Jackery SolarVault 3 Pro sind vor allem für Haushalte interessant, die ihre Solarenergie flexibler nutzen möchten, etwa am Abend, bei wechselndem Verbrauch oder mit App-basierter Steuerung.

Größe der Anlage und Wechselrichterleistung

Mehr Modulleistung bedeutet nicht automatisch mehr Ersparnis. In Deutschland ist bei vereinfachten Balkonkraftwerken besonders die Grenze des Wechselrichters relevant. Wenn der Wechselrichter auf 800 W begrenzt ist, können größere Module zwar bei schwachem Licht länger gute Leistung liefern, aber die Einspeisung bleibt begrenzt.

Trotzdem kann eine höhere Modulleistung sinnvoll sein. Sie verbessert oft den Ertrag am Morgen, am Abend und bei bewölktem Wetter. Profitabel wird das vor allem dann, wenn der zusätzliche Strom auch genutzt oder gespeichert werden kann.

Qualität, Lebensdauer und Garantie

Ein Balkonkraftwerk arbeitet viele Jahre im Freien. Qualität bei Modulen, Wechselrichter, Batterie, Steckverbindungen und Schutzmechanismen wirkt sich daher direkt auf die langfristige Wirtschaftlichkeit aus. Ein System, das nach wenigen Jahren ausfällt oder stark an Leistung verliert, verschlechtert die Rendite deutlich.

Achten Sie deshalb auf robuste Komponenten, Wetterbeständigkeit, eine gute Garantie und nachvollziehbare Sicherheitsfunktionen. Besonders bei Speichern sind Batterietyp, Temperaturmanagement und Schutzsysteme wichtig.

Übersicht: Einflussfaktoren auf die Rentabilität

Faktor

Einfluss auf die Profitabilität

Praktischer Tipp

Standort

Sehr hoch

Möglichst sonnige Fläche ohne Schatten wählen

Ausrichtung

Hoch

Süd für hohen Jahresertrag, Ost-West für Morgen-/Abendverbrauch

Strompreis

Sehr hoch

Mit dem eigenen Arbeitspreis pro kWh rechnen

Anschaffungskosten

Sehr hoch

Gesamtkosten inklusive Halterung, Kabel und Speicher vergleichen

Eigenverbrauch

Sehr hoch

Geräte gezielt in sonnigen Stunden nutzen

Speicher

Mittel bis hoch

Sinnvoll bei hohem Tagesüberschuss und Abendverbrauch

Modulleistung

Mittel bis hoch

Mehr Module helfen besonders bei schwachem Licht

Qualität und Garantie

Hoch

Auf langlebige, wetterfeste und sichere Komponenten achten

 

Wie lässt sich die Profitabilität eines Balkonkraftwerks berechnen?  

Die Profitabilität eines Balkonkraftwerks lässt sich mit wenigen Grunddaten recht gut abschätzen. Wichtig ist dabei: Es geht nicht nur darum, wie viel Strom die Anlage erzeugt. Entscheidend ist, wie viel davon im eigenen Haushalt genutzt wird.

Denn jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom und senkt die Stromrechnung.

Die folgende Schritt-für-Schritt-Methode eignet sich für ein Balkonkraftwerk ohne Speicher, mit Speicher oder für ein erweitertes System mit mehreren Modulen.

  • Schritt 1: Gesamtkosten des Balkonkraftwerks berechnen
  • Schritt 2: Jährlichen Solarertrag schätzen
  • Schritt 3: Eigenverbrauchsquote bestimmen
  • Schritt 4: Stromkostenersparnis berechnen
  • Schritt 5: Amortisationszeit berechnen
  • Schritt 6: Rendite über die Lebensdauer berechnen

Im Folgenden finden Sie die detaillierten Schritte zur Schätzung.

wie lässt sich die profitabilität eines balkonkraftwerks berechnen

Schritt 1: Gesamtkosten des Balkonkraftwerks berechnen

Zuerst werden alle Anschaffungskosten addiert. Dazu gehören nicht nur Solarmodule und Wechselrichter, sondern auch Halterung, Kabel, eventuell ein Speicher und Zubehör.

Formel:

Gesamtkosten = Module + Wechselrichter + Halterung + Kabel/Zubehör + Speicher + Installation - Förderung

Beispiel ohne Speicher:

Kostenpunkt

Beispielkosten

2 Solarmodule

350 €

Mikro-Wechselrichter

180 €

Halterung & Kabel

120 €

Installation

0 € bei Selbstmontage

Förderung

-100 €

Gesamtkosten

550 €

Beispiel mit Speicher:

Kostenpunkt

Beispielkosten

Solarmodule

500 €

Wechselrichter / Energiesystem

400 €

Halterung & Zubehör

150 €

Speicher

1.200 €

Förderung

-150 €

Gesamtkosten

2.100 €

Je niedriger die Gesamtkosten, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Ein Speicher erhöht die Anfangsinvestition, kann aber den Eigenverbrauch deutlich verbessern.

Schritt 2: Jährlichen Solarertrag schätzen

Der Jahresertrag hängt von Modulleistung, Standort, Ausrichtung, Neigungswinkel und Verschattung ab. Für Deutschland wird häufig mit etwa 700 bis 1.100 kWh pro kWp und Jahr gerechnet. Ein gut ausgerichtetes System im Süden erzeugt meist mehr als eine Anlage mit Verschattung oder ungünstiger Ausrichtung.

Formel:

Jährlicher Ertrag = Anlagenleistung in kWp × spezifischer Ertrag in kWh/kWp

Beispiel: 800 W Balkonkraftwerk

800 W = 0,8 kWp

0,8 kWp × 900 kWh/kWp = 720 kWh pro Jahr

Das Balkonkraftwerk erzeugt in diesem Beispiel rund 720 kWh Strom pro Jahr.

Orientierungstabelle:

Modulleistung

Konservativer Ertrag

Durchschnittlicher Ertrag

Guter Standort

400 W

ca. 280 kWh/Jahr

ca. 360 kWh/Jahr

ca. 440 kWh/Jahr

600 W

ca. 420 kWh/Jahr

ca. 540 kWh/Jahr

ca. 660 kWh/Jahr

800 W

ca. 560 kWh/Jahr

ca. 720 kWh/Jahr

ca. 880 kWh/Jahr

1.200 W

ca. 840 kWh/Jahr

ca. 1.080 kWh/Jahr

ca. 1.320 kWh/Jahr

2.000 W

ca. 1.400 kWh/Jahr

ca. 1.800 kWh/Jahr

ca. 2.200 kWh/Jahr

Bei einem Balkonkraftwerk mit 800-W-Wechselrichter kann eine höhere Modulleistung trotzdem sinnvoll sein, weil sie morgens, abends und bei bewölktem Wetter mehr nutzbare Energie liefert. Die Einspeiseleistung bleibt jedoch durch den Wechselrichter begrenzt.

Schritt 3: Eigenverbrauchsquote bestimmen

Die Eigenverbrauchsquote zeigt, wie viel des erzeugten Solarstroms tatsächlich im eigenen Haushalt verbraucht wird.

Formel:

Eigenverbrauchsquote = selbst genutzter Solarstrom ÷ gesamter Solarertrag × 100

Typische Annahmen:

Systemtyp

Typische Eigenverbrauchsquote

Ohne Speicher, geringer Tagesverbrauch

ca. 30–50 %

Ohne Speicher, normaler Tagesverbrauch

ca. 50–70 %

Mit Speicher

ca. 70–90 %

Mit Speicher und smartem Energiemanagement

ca. 80–95 %

Beispiel:

Ein 800-W-Balkonkraftwerk erzeugt 720 kWh pro Jahr. Ohne Speicher werden 60 % direkt verbraucht.

720 kWh × 60 % = 432 kWh selbst genutzter Strom

Die restlichen 288 kWh werden nicht direkt genutzt oder fließen ins Netz.

Schritt 4: Stromkostenersparnis berechnen

Nun wird der selbst genutzte Solarstrom mit dem Strompreis multipliziert. Das ist der wichtigste Teil der Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Formel:

Jährliche Ersparnis = selbst genutzter Solarstrom × Strompreis pro kWh

Beispiel ohne Speicher:

432 kWh × 0,35 €/kWh = 151,20 € pro Jahr

Das Balkonkraftwerk spart in diesem Beispiel rund 151 € pro Jahr.

Beispiel mit Speicher:

Das gleiche Balkonkraftwerk erzeugt 720 kWh pro Jahr. Mit Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote auf 85 %.

720 kWh × 85 % = 612 kWh selbst genutzter Strom

612 kWh × 0,35 €/kWh = 214,20 € pro Jahr

Mit Speicher liegt die jährliche Ersparnis in diesem Beispiel bei rund 214 €.

Schritt 5: Amortisationszeit berechnen

Die Amortisationszeit zeigt, nach wie vielen Jahren die eingesparten Stromkosten die Anschaffungskosten ausgleichen.

Formel:

Amortisationszeit = Gesamtkosten ÷ jährliche Ersparnis

Beispiel ohne Speicher:

550 € ÷ 151,20 € = 3,6 Jahre

Das Balkonkraftwerk hätte sich nach etwa 3,6 Jahren amortisiert.

Beispiel mit Speicher:

2.100 € ÷ 214,20 € = 9,8 Jahre

Das System mit Speicher hätte sich nach etwa 9,8 Jahren amortisiert.

Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Speicher unwirtschaftlich ist. Er bietet zusätzlich mehr Eigenverbrauch, mehr Unabhängigkeit und eine bessere Nutzung des Solarstroms am Abend. Rein rechnerisch verlängert er aber oft die Amortisationszeit, wenn der Speicherpreis hoch ist.

Schritt 6: Rendite über die Lebensdauer berechnen

Viele Balkonkraftwerke laufen deutlich länger als die reine Amortisationszeit. Deshalb lohnt sich auch ein Blick auf die Gesamtersparnis über 10, 15 oder 20 Jahre.

Formel:

Gesamtersparnis über Lebensdauer = jährliche Ersparnis × Nutzungsdauer

Formel für Netto-Gewinn:

Netto-Gewinn = Gesamtersparnis über Lebensdauer - Gesamtkosten

Beispiel ohne Speicher über 15 Jahre:

151,20 € × 15 = 2.268 €

2.268 € - 550 € = 1.718 € Netto-Vorteil

Beispiel mit Speicher über 15 Jahre:

214,20 € × 15 = 3.213 €

3.213 € - 2.100 € = 1.113 € Netto-Vorteil

In diesem Beispiel spart das System mit Speicher pro Jahr mehr, aber das günstigere System ohne Speicher amortisiert sich schneller. Welche Lösung besser ist, hängt daher stark vom Verbrauchsprofil und vom gewünschten Komfort ab.

 

Tägliche Ertragserwartung bei Balkonkraftwerken   

Der tägliche Ertrag eines Balkonkraftwerks hängt stark von Jahreszeit, Standort, Wetter, Ausrichtung und Verschattung ab. Eine Anlage mit 800 W Modulleistung kann an einem sonnigen Sommertag deutlich mehr Strom erzeugen als an einem grauen Wintertag. Deshalb sollte man nicht nur mit einem festen Tageswert rechnen, sondern mit realistischen Spannen.

Für Deutschland gilt als grobe Orientierung: Pro installiertem 1 kWp Solarmodulleistung lassen sich im Jahresdurchschnitt etwa 2 bis 3 kWh Strom pro Tag erzeugen. Im Sommer kann es deutlich mehr sein, im Winter deutlich weniger.

Geschätzter Tagesertrag nach Systemgröße

Die folgende Tabelle zeigt typische Tageserträge für verschiedene Balkonkraftwerk-Größen. Die Werte sind Näherungen für Deutschland und gehen von einer brauchbaren Ausrichtung ohne starke Verschattung aus.

Modulleistung des Balkonkraftwerks

Schwacher Tag / Winter

Durchschnittlicher Tag

Sehr guter Sommertag

Typische Nutzung im Alltag

400 W

ca. 0,2–0,8 kWh

ca. 0,8–1,2 kWh

ca. 1,6–2,2 kWh

Router, Standby-Verbraucher, Teil des Kühlschrankverbrauchs

600 W

ca. 0,3–1,2 kWh

ca. 1,2–1,8 kWh

ca. 2,4–3,3 kWh

Grundlast, Laptop, kleine Haushaltsgeräte

800 W

ca. 0,4–1,6 kWh

ca. 1,6–2,4 kWh

ca. 3,2–4,4 kWh

Grundlast plus Waschmaschine oder Geschirrspüler an sonnigen Tagen

1.200 W

ca. 0,6–2,4 kWh

ca. 2,4–3,6 kWh

ca. 4,8–6,6 kWh

Mehr Tagesverbrauch, Homeoffice, größere Haushaltslasten

1.600 W

ca. 0,8–3,2 kWh

ca. 3,2–4,8 kWh

ca. 6,4–8,8 kWh

Haushalte mit höherem Tagesverbrauch oder Speicher

2.000 W

ca. 1,0–4,0 kWh

ca. 4,0–6,0 kWh

ca. 8,0–11,0 kWh

Große Modulfläche, Speicher sinnvoll für höheren Eigenverbrauch

Bei Systemen mit einem 800-W-Wechselrichter kann die tatsächliche Einspeiseleistung begrenzt sein. Mehr Modulleistung kann trotzdem sinnvoll sein, weil die Anlage morgens, abends und bei bewölktem Himmel länger brauchbare Leistung liefert. Die Spitzenleistung zur Mittagszeit wird jedoch durch den Wechselrichter begrenzt.

Beispiel: 800-W-Balkonkraftwerk im Tagesverlauf

Ein 800-W-Balkonkraftwerk erzeugt nicht den ganzen Tag 800 W. Die Leistung steigt morgens langsam an, erreicht um die Mittagszeit ihren Höhepunkt und fällt am Nachmittag wieder ab.

Tageszeit

Typische Leistung an einem sonnigen Tag

Bedeutung

7–9 Uhr

ca. 50–250 W

Erste Grundlast wird abgedeckt

9–12 Uhr

ca. 250–700 W

Gute Zeit für Homeoffice, Laden kleiner Geräte

12–15 Uhr

ca. 600–800 W

Höchste Produktion, ideal für Waschmaschine oder Geschirrspüler

15–18 Uhr

ca. 200–600 W

Weiterhin nützlich für Haushaltsverbrauch

Abend

0 W

Ohne Speicher kein Solarstrom mehr verfügbar

Mit einem Speicher kann ein Teil des Mittagsstroms für den Abend aufgehoben werden. Das erhöht nicht unbedingt die Produktion selbst, aber die nutzbare Solarstrommenge im Haushalt.

 

Reale Einsparungen eines Balkonkraftwerks über die Zeit

Die Ersparnis eines Balkonkraftwerks entsteht nicht an einem einzelnen sonnigen Tag, sondern über viele Monate. Im Sommer kann eine Anlage deutlich mehr Stromkosten senken, während der Beitrag im Winter kleiner ausfällt. Für eine realistische Rechnung sollte man deshalb monatliche Erträge, Eigenverbrauch und Strompreis gemeinsam betrachten.

In Deutschland dürfen Steckersolargeräte unter den vereinfachten Regeln bis zu 2.000 W Modulleistung haben, während die Wechselrichterleistung auf 800 VA begrenzt ist.

Für die Sparrechnung ist außerdem der eigene Strompreis wichtig. Je nach Quelle und Tarif liegen aktuelle Durchschnittswerte 2026 grob zwischen etwa 31,5 ct/kWh und 37,0 ct/kWh. (Datenquelle: verivox.de)

Grundformel für die monatliche Einsparung

Die einfachste Rechnung lautet:

Monatliche Einsparung = Monatlicher Solarertrag × Eigenverbrauchsquote × Strompreis

Beispiel:

70 kWh Solarertrag × 70 % Eigenverbrauch × 0,35 €/kWh

= 17,15 € Ersparnis im Monat

Für die Jahresrechnung werden alle Monatswerte addiert:

Jährliche Einsparung = Summe aller monatlichen Einsparungen

Oder als schnelle Überschlagsrechnung:

Jährliche Einsparung = Jahresertrag × Eigenverbrauchsquote × Strompreis

Monatliche Einsparung: Beispiel ohne Speicher

Die Produktion verteilt sich nicht gleichmäßig über das Jahr. Im Sommer entsteht deutlich mehr Strom als im Winter. Die folgende Tabelle zeigt ein realistisches Beispiel für ein 800-W-System mit 720 kWh Jahresertrag und 60 % Eigenverbrauch.

Monat

Geschätzter Solarertrag

Selbst genutzt bei 60 %

Ersparnis bei 0,35 €/kWh

Januar

20 kWh

12 kWh

4,20 €

Februar

35 kWh

21 kWh

7,35 €

März

60 kWh

36 kWh

12,60 €

April

75 kWh

45 kWh

15,75 €

Mai

85 kWh

51 kWh

17,85 €

Juni

90 kWh

54 kWh

18,90 €

Juli

90 kWh

54 kWh

18,90 €

August

80 kWh

48 kWh

16,80 €

September

65 kWh

39 kWh

13,65 €

Oktober

50 kWh

30 kWh

10,50 €

November

35 kWh

21 kWh

7,35 €

Dezember

35 kWh

21 kWh

7,35 €

Gesamt

720 kWh

432 kWh

151,20 €

Diese Werte zeigen gut, warum Balkonkraftwerke im Sommer sichtbarer sparen. Im Juni und Juli kann die monatliche Entlastung fast 20 € erreichen, während sie im Januar deutlich niedriger ausfällt.

Monatliche Einsparung: Beispiel mit Speicher

Monat

Geschätzter Solarertrag

Selbst genutzt bei 85 %

Ersparnis bei 0,35 €/kWh

Januar

20 kWh

17 kWh

5,95 €

Februar

35 kWh

29,8 kWh

10,41 €

März

60 kWh

51 kWh

17,85 €

April

75 kWh

63,8 kWh

22,31 €

Mai

85 kWh

72,3 kWh

25,29 €

Juni

90 kWh

76,5 kWh

26,78 €

Juli

90 kWh

76,5 kWh

26,78 €

August

80 kWh

68 kWh

23,80 €

September

65 kWh

55,3 kWh

19,34 €

Oktober

50 kWh

42,5 kWh

14,88 €

November

35 kWh

29,8 kWh

10,41 €

Dezember

35 kWh

29,8 kWh

10,41 €

Gesamt

720 kWh

612 kWh

214,20 €

Der Speicher erhöht in diesem Beispiel die jährliche Ersparnis um rund 63 €:

214,20 € - 151,20 € = 63,00 €

Das ist wichtig für die Kaufentscheidung. Ein Speicher verbessert die Nutzung des Solarstroms, verlängert aber je nach Anschaffungskosten oft die Amortisationszeit. Bei größeren Anlagen, höherem Strompreis oder hohem Abendverbrauch wird der Vorteil stärker.

Vergleich: jährliche Einsparung nach Systemgröße

Die folgende Tabelle zeigt grobe Jahreswerte für verschiedene Balkonkraftwerk-Größen. Gerechnet wird mit 0,35 €/kWh Strompreis. Bei Anlagen mit einer Modulleistung von über 800 W ist zu beachten, dass ein 800-VA-Wechselrichter die Einspeiseleistung begrenzt. Mehr Modulleistung kann den Tagesertrag bei schwachem Licht dennoch verbessern.

Systemgröße

Geschätzter Jahresertrag

Ersparnis ohne Speicher bei 60 % Eigenverbrauch

Ersparnis mit Speicher bei 85 % Eigenverbrauch

400 W

ca. 360 kWh

ca. 76 €

ca. 107 €

600 W

ca. 540 kWh

ca. 113 €

ca. 161 €

800 W

ca. 720 kWh

ca. 151 €

ca. 214 €

1.200 W

ca. 1.080 kWh

ca. 227 €

ca. 321 €

1.600 W

ca. 1.440 kWh

ca. 302 €

ca. 428 €

2.000 W

ca. 1.800 kWh

ca. 378 €

ca. 536 €

In der Praxis können die Werte niedriger ausfallen, wenn viel Strom zur Mittagszeit nicht genutzt wird oder der Wechselrichter häufig begrenzt. Mit Speicher und intelligentem Energiemanagement lässt sich dieser Effekt abmildern.

Einsparung über mehrere Jahre

Für die langfristige Betrachtung wird die jährliche Ersparnis mit der Nutzungsdauer multipliziert. Danach werden die Anschaffungskosten abgezogen.

Gesamtersparnis = jährliche Ersparnis × Nutzungsdauer

Netto-Vorteil = Gesamtersparnis - Anschaffungskosten

Beispiel ohne Speicher:

Wert

Annahme

Anschaffungskosten

600 €

Jährliche Ersparnis

151,20 €

Nutzungsdauer

15 Jahre

Gesamtersparnis

2.268 €

Netto-Vorteil nach Kosten

1.668 €

Amortisationszeit

ca. 4,0 Jahre

Die reale Einsparung wirkt monatlich oft unspektakulär, wird jedoch über die Jahre hinweg interessant. Ein gut genutztes 800-W-Balkonkraftwerk ohne Speicher kann etwa 100 bis 200 € pro Jahr einsparen. Mit Speicher, höherer Eigenverbrauchsquote und guter Ausrichtung sind auch 200 € und mehr pro Jahr realistisch.

Ein System wie Jackery SolarVault 3 Pro kann besonders dann sinnvoll sein, wenn tagsüber viel Solarstrom erzeugt wird, der Haushalt aber abends mehr Energie benötigt. Der größte Vorteil liegt nicht nur in der höheren Jahresersparnis, sondern darin, den selbst erzeugten Strom flexibler zu nutzen und weniger vom Netzstrom abhängig zu sein.

jackery solarvault serie 3

 

Balkonkraftwerk-Rechner: Was ist das und welcher Rechner ist empfehlenswert?

Ein Balkonkraftwerk-Rechner ist ein Online-Tool, mit dem sich Ertrag, Stromkosteneinsparung, Eigenverbrauch und Amortisationszeit eines Steckersolargeräts abschätzen lassen. Er hilft also dabei, vor dem Kauf realistischer zu beurteilen, ob sich ein Balkonkraftwerk am eigenen Standort lohnt.

Statt nur mit pauschalen Angaben wie „800 Watt sparen bis zu X Euro pro Jahr“ zu arbeiten, berücksichtigt ein guter Rechner mehrere persönliche Angaben: Standort, Ausrichtung, Neigungswinkel, Modulleistung, Wechselrichterleistung, Strompreis, Haushaltsverbrauch und manchmal auch einen Batteriespeicher.

Welche Daten braucht ein Balkonkraftwerk-Rechner?

Die meisten Rechner fragen ähnliche Werte ab. Je genauer die Eingaben sind, desto nützlicher wird das Ergebnis.

Eingabe

Warum sie wichtig ist

Standort oder Postleitzahl

Bestimmt die regionale Sonneneinstrahlung

Modulleistung in Watt

Grundlage für den möglichen Solarertrag

Wechselrichterleistung

Begrenzt die maximale Einspeiseleistung

Ausrichtung der Module

Süd, Ost, West oder Ost-West verändern den Tagesverlauf

Neigungswinkel

Beeinflusst den Jahresertrag

Verschattung

Kann die Produktion deutlich senken

Strompreis pro kWh

Bestimmt den finanziellen Wert jeder selbst genutzten kWh

Jahresstromverbrauch

Hilft, den Eigenverbrauch realistisch zu schätzen

Speichergröße

Zeigt, ob mehr Solarstrom abends nutzbar wird

Anschaffungskosten

Grundlage für die Amortisationszeit

Was berechnet ein Balkonkraftwerk-Rechner?

Ein guter Rechner zeigt nicht nur den erwarteten Jahresertrag, sondern auch, wie viel davon im Haushalt genutzt werden kann. Das ist wichtig, weil die Ersparnis nicht vom gesamten erzeugten Strom abhängt, sondern vor allem vom selbst verbrauchten Anteil.

Typische Ergebnisse sind:

Ergebnis

Bedeutung

Jährlicher Solarertrag

Wie viele kWh die Anlage ungefähr pro Jahr erzeugt

Eigenverbrauch

Wie viel Solarstrom direkt im Haushalt genutzt wird

Netzeinspeisung

Wie viel Strom überschüssig ins Netz fließt

Stromkosteneinsparung

Wie viel Geld pro Jahr gespart werden kann

Autarkiegrad

Wie stark der Netzstrombezug sinkt

Amortisationszeit

Nach wie vielen Jahren sich die Anlage rechnerisch bezahlt macht

Speicherwirkung

Ob und wie stark ein Batteriespeicher den Eigenverbrauch erhöht

 

Jackery SolarVault 3 Pro: Warum dieses Balkonkraftwerk mit Speicher beim Stromsparen hilft

Der Jackery SolarVault 3 Pro ist mehr als ein klassisches Balkonkraftwerk. Er kombiniert Solareingang, Speicher, App-Steuerung und intelligente Energieverwaltung in einem System. Für Haushalte in Deutschland ist das besonders interessant, weil nicht nur möglichst viel Solarstrom erzeugt werden soll, sondern vor allem möglichst viel davon im eigenen Zuhause genutzt werden muss.

Genau hier setzt ein Balkonkraftwerk mit Speicher an: Tagsüber erzeugter Solarstrom wird nicht einfach verschenkt, sondern gespeichert und später genutzt – zum Beispiel abends, wenn Licht, WLAN, Fernseher, Küchengeräte oder Ladegeräte laufen.

jackery solarvault 3 pro

Bis zu 4.000 W PV-Eingang für mehr Solarertrag

Der Jackery SolarVault 3 Pro unterstützt bis zu 4.000 W PV-Eingang mit vier MPPTs. Jeder PV-Eingang kann dabei bis zu 1.000 W verarbeiten. Das ist für Haushalte interessant, die mehr als nur ein kleines Zwei-Modul-System nutzen oder ihre Solarmodule auf unterschiedliche Flächen verteilen möchten.

Mehr PV-Eingang bedeutet nicht automatisch, dass dauerhaft mehr ins Hausnetz eingespeist wird. In Deutschland bleibt die zulässige Einspeiseleistung eines vereinfachten Balkonkraftwerks relevant.

Trotzdem kann eine höhere Modulleistung helfen, morgens, abends und bei bewölktem Wetter mehr nutzbaren Solarstrom zu erzeugen. Das verbessert die tägliche Ausbeute und damit auch die Chance, mehr Stromkosten zu sparen.

Speicher für höheren Eigenverbrauch am Abend

Der größte finanzielle Vorteil entsteht nicht durch die reine Erzeugung, sondern durch den Eigenverbrauch. Solarstrom spart nur dann direkt Geld, wenn er im Haushalt genutzt wird. Ohne Speicher entsteht mittags oft Überschuss, während abends wieder Netzstrom gekauft werden muss.

Der Jackery SolarVault 3 Pro startet mit 2,52 kWh Speicherkapazität und ist modular erweiterbar. Jackery nennt eine Erweiterung von 2,52 bis 15,12 kWh pro Gerät; mit bis zu drei parallel betriebenen Geräten sind bis zu 45,36 kWh möglich.

Für viele Haushalte reicht schon ein kleinerer Speicher aus, um den Mittagsstrom in den Abend zu verschieben. Das erhöht die Eigenverbrauchsquote und kann die jährliche Stromkostenersparnis deutlich steigern.

Intelligentes Energiemanagement für bessere Stromkostenkontrolle

Der SolarVault 3 Pro nutzt ein KI-gesteuertes intelligentes Management, um die Energienutzung zu optimieren. Das System ist automatisch auf Effizienz und Einsparungen ausgerichtet. Dazu gehört auch bidirektionales Laden, bei dem die Batterie in Zeiten günstiger Strompreise aus dem Netz geladen werden kann, wenn die Solarproduktion nicht ausreicht.

Das ist besonders relevant für Haushalte mit dynamischen Stromtarifen. Statt Energie immer zum gleichen Preis zu beziehen, kann ein intelligenter Speicher günstige Zeiten besser nutzen und teure Verbrauchszeiten reduzieren.

800 W / 1.200 W bidirektionale AC-Leistung für flexible Nutzung

Der Jackery SolarVault 3 Pro bietet 800 W / 1.200 W bidirektionales Laden mit AC-Kopplung. Das System kann damit Strom aufnehmen und wieder bereitstellen, je nach Betriebsmodus und den lokalen Vorgaben.

Für ein Balkonkraftwerk in Deutschland ist es besonders wichtig, dass die Nutzung den geltenden Regelungen entspricht. Praktisch bedeutet die flexible Leistung: Das System kann die tägliche Grundlast unterstützen, Solarstrom speichern und bei passender Konfiguration auch stärker in ein erweitertes Energiemanagement eingebunden werden.

Mehr Selbstversorgung durch Tag-zu-Nacht-Nutzung

Viele Haushalte verbrauchen den Großteil ihres Stroms nicht genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint. Morgens, abends und am Wochenende ist der Bedarf oft höher. Der SolarVault 3 Pro ist genau für diese Tag-zu-Nacht-Nutzung ausgelegt: Tagsüber wird Solarstrom gespeichert, abends wird er wieder genutzt.

Das verbessert die Selbstversorgung. Ein Haushalt muss weniger Strom aus dem Netz beziehen und kann im Alltag mehr der eigenen Solarenergie nutzen. Vollständige Autarkie ist mit einem Balkonkraftwerk meist nicht realistisch, aber ein deutlich höherer Eigenverbrauch schon.

Bessere Wirtschaftlichkeit durch höheren Eigenverbrauch

Für die Stromrechnung zählt am Ende eine einfache Formel:

Ersparnis = selbst genutzter Solarstrom × Strompreis pro kWh

Wenn ein Balkonkraftwerk ohne Speicher 60 % seines Solarstroms selbst nutzt, bleibt viel Potenzial ungenutzt. Steigt der Eigenverbrauch mit Speicher auf 80–90 %, wird mehr Solarstrom zu echter Ersparnis.

Beispiel:

Szenario

Jahresertrag

Eigenverbrauch

Selbst genutzter Strom

Ersparnis bei 0,35 €/kWh

Balkonkraftwerk ohne Speicher

720 kWh

60 %

432 kWh

151 €

Balkonkraftwerk mit Speicher

720 kWh

85 %

612 kWh

214 €

Unterschied

+180 kWh

+63 € pro Jahr

Der Speicher erhöht also nicht automatisch die gesamte Solarproduktion, macht aber mehr davon im Haushalt nutzbar. Genau das ist der zentrale Hebel für Stromkostenersparnis, Eigenverbrauch und mehr Selbstversorgung.

 

Häufig gestellte Fragen

Im Folgenden finden Sie die häufig gestellten Fragen zum Balkonkraftwerk-Rechner:

Was bringt ein 800-Watt-Balkonkraftwerk am Tag?

Ein 800-Watt-Balkonkraftwerk erzeugt in Deutschland im Jahresdurchschnitt etwa 1,6 bis 2,4 kWh pro Tag. An sehr sonnigen Sommertagen sind etwa 3 bis 4,5 kWh möglich, im Winter oft deutlich weniger.

Sind 4000 Watt Balkonkraftwerke erlaubt?

Als vereinfachtes Balkonkraftwerk sind 4000 W in Deutschland normalerweise nicht erlaubt. Für Steckersolargeräte gilt in der Regel: bis zu 2000 W Modulleistung und maximal 800 VA Wechselrichterleistung. Ein 4000-W-System müsste meist als reguläre PV-Anlage geplant, angeschlossen und angemeldet werden.

Wie viel kWh produziert ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt pro Tag?

Ein 2000-Watt-Balkonkraftwerk kann je nach Standort und Wetter grob 4 bis 6 kWh pro Tag im Jahresdurchschnitt erzeugen. Im Sommer können es auch 8 bis 11 kWh sein, im Winter oft nur 1 bis 4 kWh.

Wie viel kWh pro Tag braucht ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk „braucht“ keine kWh pro Tag, sondern produziert Strom. Für einen spürbaren Nutzen im Haushalt reichen oft schon 1 bis 3 kWh Solarstrom pro Tag, um Grundverbraucher wie Kühlschrank, Router, Standby-Geräte oder Laptop teilweise abzudecken.

 

Abschließende Gedanken

Für viele Haushalte in Deutschland ist ein 800-Watt-Balkonkraftwerk bereits ein sinnvoller Einstieg. Bei guter Ausrichtung, wenig Schatten und hohem Eigenverbrauch kann es sich innerhalb weniger Jahre amortisieren.

Wichtig ist eine realistische Balkonkraftwerk Berechnung. Tagesertrag, monatliche Einsparung und jährlicher Nutzen hängen stark vom Standort, vom Strompreis und vom Verbrauchsverhalten ab. Tabellen und Online-Rechner bieten eine gute Orientierung, ersetzen aber nicht den Blick auf den eigenen Alltag.

Wer tagsüber selten zu Hause ist oder einen größeren Teil seines Solarstroms selbst nutzen möchte, sollte ein Balkonkraftwerk mit Speicher in Betracht ziehen – wie etwa das Jackery SolarVault 3 Pro.

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